KUNST.SPAZIERGANG am 30. Mai in RECKLINGHAUSEN

Zwei ungewöhnliche Werke stehen im Mittelpunkt eines KUNST.SPAZIERGANGs am Mittwoch, den 30. Mai 2018. Wir laden alle Interessierten herzlich ein nach Recklinghausen, denn unsere Veranstaltung führt uns in die Nachbarstadt Hertens, getreu nach unserem Motto, regelmäßig auch mal über die Stadtgrenzen hinaus zu schauen. Und Recklinghausen hat ja wahrlich eine Menge Kunst zu bieten.

Wir besuchen den „Hasentempel“ von Leiko Ikemura, der 2015 inmitten der Wasserfläche am Europaplatz in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und des Busbahnhofs seinen Standort gefunden hat.

„Hasentempel“ von Leiko Ikemura
Foto (c) Ferdinand Ullrich / Kunsthalle Recklinghausen

Leiko Ikemura war damit die zehnte Preisträgerin des Sparda-Kunstpreises NRW der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Hier wie auch beim zweiten Standort wird uns Herr Belmann-Weinrich (MA) für die Kunsthalle Recklinghausen, zu deren Besitz beide besuchten Arbeiten gehören, führen und fachkundige Erläuterungen geben.

Vom „Hasentempel“ geht es zum Palais Vest, in deren Passage die Arbeit „bit pulse“ von Julius Popp aus dem Jahr 2014 fasziniert, u.a. weil sie nie aufhört, sich zu bewegen.

„bit pulse“ von Julius Popp
Foto: (c) Kunsthalle Recklinghausen

Treffpunkt für den KUNST.SPAZIERGANG ist am 30. Mai um 17.45 Uhr die Kunsthalle Recklinghausen an der Große-Perdekamp-Straße 25–27 gegenüber dem Hauptbahnhof. Parkplätze finden Sie in unmittelbarer Nachbarschaft. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 25. Mai unter info@stadtkunst-herten.de.

STADT.KUNST besucht Kirchen-Kunst in Herten-Bertlich

Dienstag, der 27., war einer der kältesten Tage im Februar dieses Jahres. Aber das hat die rd. 50 Interessenten nicht davon abgehalten, noch einmal der profanierten Kirche St. Johannes in Herten-Bertlich einen Besuch abzustatten. Auf Einladung der Initiative STADT.KUNST hatte der Investor Eckhard Klein, dem das Gebäude inzwischen gehört, die Türen noch einmal geöffnet, um den Besuchern einen bewundernden und ausgiebigen Blick auf das beeindruckende Apsis-Mosaik zu ermöglichen und um seine Pläne für den Umbau des Gebäudes und den Erhalt des Mosaiks zu erläutern. Denn immerhin handelt es sich bei dem Mosaik mit dem umfänglichen Namen „Selig, die zum Hochzeitsmahle des Lammes geladen sind“ um das – vermutlich – größte Kirchenmosaik nördlich der Alpen, entstanden nach Entwürfen der Ordensschwester und Kirchenkünstlerin Erentrud Trost.

Mit Heizstrahlern und warmen Getränken hatte Eckhard Klein einen fürsorglichen Beitrag geleistet, damit die Besucher den Wintertemperaturen in der ungenutzten Kirche besser trotzen und sich auf die interessanten Informationen konzentrieren konnten. Die gab es zunächst von ihm und dem beauftragten Architekten Dr. Hermann Klapheck zum Umbau der Kirche zu einem Wohngebäude mit 18 Wohnungen und zur Sicherung des Mosaiks im neuen Treppenhaus. Auch hierzu hatte Eckhard Klein sich auf die Besucher eingestellt und informative Pläne aufgehängt. Durch die Erläuterungen wurde die Absicht deutlich, wie altes, Identität Stiftendes mit neuer Nutzung verbunden werden und so ein lobenswerter Beitrag zur Sicherung eines bedeutenden Kulturgutes geleistet werden soll.

Danach galt die Aufmerksamkeit ganz dem Apsis-Mosaik. Gregor Spohr und Wolfgang Seidel trugen zunächst zusammen, was ihnen aus verschiedenen Quellen über die Entstehungsgeschichte und kirchenkünstlerische Bedeutung bekannt war. Zahlreiche Hinweise von Besuchern, von denen einige Materialien und Quellentexte mitgebracht hatten und die sich z.T. persönlich an die Anbringung des Mosaiks erinnerten, ergänzten die Information über das ungewöhnliche Kunstwerk in spannender Weise.

Die Bilderstrecke enthält Aufnahmen von Rainer Lange (RL), Gregor Spohr (GS) und Wolfgang Seidel (WS).

Der nachfolgende Artikel fasst unter Hinweis auf die Quellen zusammen, was an diesem Abend über das Mosaik in Erfahrung zu bringen war. Alle Leser sind herzlich aufgerufen, weitere Hinweise aus ihrem Wissen einzubringen.

 

 

Das Apsis-Mosaik in der ehem. St. Johannes-Kirche

Das prächtige Mosaik „Selig, die zum Hochzeitsmahle des Lammes geladen sind“ bedeckt die gesamte Wandfläche der halbrunden mit einer Halbkuppel abgeschlossenen Apsis (Konche) in der ehem. Kirche St. Johannes in Herten-Bertlich. Mit 130 qm gilt es als das größte Kirchenmosaik nördlich der Alpen und zeigt in mehreren figürlichen Szenen das Himmlische Jerusalem.

Foto: Gregor Spohr

Nach einer Reise von Gemeindemitgliedern der Kirche nach Ravenna festigt sich der Plan, die Apsis zu gestalten. 1963 wird die Ordensschwester und Kirchenkünstlerin Erentrud Trost aus der Benediktinerabtei Varensell bei Gütersloh beauftragt, ein Mosaik zu entwerfen. Weiterlesen

Besichtigung des Kirchenmosaiks in der ehem. Kirche St. Johannes in Herten-Bertlich

Die Initiative STADT.KUNST lädt Sie herzlich ein zu einer ungewöhnlichen KUNST.BESICHTIGUNG am Dienstag den 27. Februar 2018, ab 18.30 Uhr: Treffpunkt ist die ehemalige, inzwischen entweihte St. Johanneskirche in Herten-Bertlich, die das wahrscheinlich „größte Kirchenmosaik nördlich der Alpen“ beherbergt.

Bekanntlich wird das ehemaligen Kirchengebäude einbezogen in eine private Baumaßnahme, bei der 18 neue Wohnungen entstehen sollen. Das Besondere der Planung: das Wandmosaik bleibt dabei erhalten und wird Teil des neuen Treppenhauses.

Der Hertener Investor Eckhard Klein wird für uns das Kirchengebäude öffnen und uns damit die Möglichkeit geben, das sakrale Kunstwerk noch einmal in seiner bisherigen Form zu betrachten. Und er wird uns natürlich die außergewöhnliche Baumaßnahme erläutern. Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch alle Informationen zusammentragen, die uns bekannt sind über die Entstehung, Geschichte und sakrale Aussage dieses ungewöhnlichen Mosaiks, das den Titel trägt „Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind“ und mit dessen Gestaltung die Künstlerin und Ordensschwester Erentrud Trost aus Varensell bei Gütersloh 1963 von der Kirchengemeinde beauftragt worden war. Wir freuen uns daher sehr über Kunstfreunde und Besucher, die Informationen zu diesem Thema beitragen können.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen nur über die nachfolgenden Links Bilder des Mosaiks zugänglich machen:

https://www.flickr.com/photos/57349977@N04/5696914209

https://www.google.de/search?q=St.+Johannes+Bertlich+Mosaik&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjh3sWL0qrZAhWDmbQKHSxDCXYQ7AkIRg&biw=1299&bih=690#imgrc=QsB12OugzToQgM

Die Initiative STADT.KUNST freut sich auf Ihren Besuch und auf interessante Informationen vor Ort.

Einblick in ein Künstlerleben – Ralph Herrmann im KUNST.GESPRÄCH

Auf die Frage aus dem Publikum, er habe doch bei Gerhard Richter studiert, wie ihn das beeinflusst habe, antwortet Ralph Herrmann ruhig: „Ich habe das mitgenommen, was ich für die Entwicklung meines Stils für passend und wichtig empfunden habe“. Diese Aussage ist symptomatisch für die Rückschau, die der Recklinghäuser Künstler an diesem Abend im Hof Wessels auf seine künstlerische Laufbahn hält. Nicht Epigone seiner Lehrer wollte er sein, stellt er ergänzend fest. Und zu seinen Lehrern gehörten während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf neben Richter vor allem auch Josef Beuys. Wichtig sei ihm gewesen, seinen Stil zu festigen und weiterzuentwickeln.

Herrmanns künstlerisches Schaffen ruht tief in einer symbolischen Formensprache, die sich immer wieder aus einer intensiven Beobachtung der Natur speist. „Ich habe mich immer beeinflussen lassen von den Naturphänomenen“, stellt er fest. Schon während seiner Aufenthalte auf Sylt in seinen Jugendjahren war die Natur das Prägende. Dabei ist auch schon seine frühe Malerei nicht von Naturalistik geprägt, sondern von der Übertragung seiner Eindrücke auf eine eher abstrakte Farb- und Formenebene. Nachzuvollziehen ist seine Entwicklung für die Besucher des KUNST.GESPRÄCHs sehr schön an den im Seminarraum präsentierten Gemälden. Neben dem auch unter dem Namen „Die Welle“ geführten Bild aus dem Jahr 1973, das aus dem Kunstbesitz der Stadt Herten gezeigt wird, hat Ralph Herrmann zwei neue Arbeiten aus der Serie seiner sog. Wolkenbilder mitgebracht. Auch wenn sich die Sujets gleichen, hat sich sein Stil hin zur einer nahezu abstrakten Übersetzung seiner Naturempfindungen verändert. Gerade in den Wolkenbildern meint man dann, den Einfluss aus Richterscher Prägung zu sehen… Weiterlesen

Künstler Ralph Herrmann zu Gast im KUNST.GESPRÄCH am 30. Januar

Ins neue Jahr starten wir schon traditionell mit einer Bildbesprechung zu Werken aus dem Kunstbesitz der Stadt. Das KUNST.GESPRÄCH am 30. Januar 2018 – wie immer ab 18.30 Uhr im Hof Wessels – widmet sich diesmal dem Werk des zeitgenössischen Künstlers Ralph Herrmann. Wir freuen uns, dass der Künstler selbst unser Gast und Referent sein und über seine Arbeiten und Ideen berichten wird.

Der in Gelsenkirchen-Buer geborene Ralph Herrmann lebt seit 1976 in Recklinghausen und betreibt zusammen mit seiner Partnerin Ulla Höpken das bekannte Atelierhaus Artur.

Studiert hat Herrmann Bildhauerei und Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Düsseldorf bei Prof. Joseph Beuys und – im letzten Semester – bei Gerhard Richter. Neben seinen eigenen künstlerischen Arbeiten, die in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten sind und auf Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wurden und werden, hat Herrmann auch Kunstprojekte mit namhaften Kolleginnen und Kollegen organisiert und ist als Pädagoge tätig gewesen. Zusätzliche Informationen finden Sie unter https://www.artur-atelier.de.

Ralph Herrmann o.T. Foto R.Lange ©Stadt Herten

Ralph Herrmann o.T. Foto R.Lange ©Stadt Herten

Eines der beiden o.g. Bilder, die im Katalog „Bilderwelten“ zum städtischen Kunstbesitz enthalten sind, wird im Original im KUNST.GESPRÄCH präsentiert. Zudem hat Ralph Herrmann zugesagt, auch Arbeiten aus der jüngeren Zeit mitzubringen. Das KUNST.GESPRÄCH verspricht also einen lebhaften Einblick in sein Werk und Schaffen.

KUNST.GESPRÄCH mit Jahresrückblick am 28. November

Es war und ist ein besonders spannendes Kunstjahr – mit den Skulptur Projekten Münster, mit der documenta in Kassel. Aber auch in Herten hat die Kunst die Stadt besetzt; einen Monat lang waren in der Stadt, vor allem auf und um den Markt die Zeichen der Kunst im öffentlichen Raum unübersehbar.

Es hat uns als Ausrichter von „KUNST besetzt STADT“ sehr viel Spaß gemacht. Nach dem Motto „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ haben wir danach eine kleine Pause gebraucht.

Nun laden wir wieder ein zum KUNST.GESPRÄCH und zwar am Dienstag, den 28. November um 18.30 Uhr, wie gewohnt in den Hof Wessels. Passend zum Jahresabschluss unserer Initiative wird es den bekannten Jahresrückblick auf die verschiedenen Kunstereignisse geben, mit persönlichen Eindrücken und Berichten und natürlich mit Bildern. Rainer Lange wird dabei z.B. „KUNST besetzt STADT“ Revue passieren lassen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich auch an diesem Rückblick mit kurzen Berichten und ihren Bildern (z.B. per USB-Stick) zu beteiligen. Ein kurzer Ausblick auf das nächste Jahr, zu dem Anregungen willkommen sind, wird den Abend beenden.

„Jenseits der Kriterien“ – ein Projekt auf Schlägel & Eisen

Das Kunstjahr in Herten hat noch ein Highlight zu bieten. Und so möchten wir an dieser Stelle auf ein spannendes Projekt hinweisen, das unter dem Thema „Jenseits der Kriterien“ z.Z. auf dem Gelände Schlägel & Eisen vom Klub Schlägel & Eisen“ zusammen mit Kunststudierenden der Uni Dortmund und der IDfactory/Zentrum für Kunsttransfer an der Universität Dortmund realisiert wird.

Jenseits der Kriterien Flyer Variante 4.3(1)

Bitte besonders vormerken: Am 2.12.2017 findet ab 19 Uhr die Vernissage zur Ausstellung in den Räumlichkeiten des Klub statt. Weitere Informationen finden Sie hier.