Streetart ist angesagt

Die Initiative STADT.KUNST beschäftigt sich bekanntermaßen mit der Kunst im öffentlichen Raum. In der kommenden Veranstaltung am 3. April 2019 widmen wir uns nun kreativen Ausdrucksformen, die in besonders prägender Weise Farbe in das Straßenbild und damit den öffentlichen Raum bringen. Wir werden uns Murals und Graffiti in Herten anschauen, zwei Varianten der streetart, die insbesondere unter jungen Kreativen seit geraumer Zeit besonders angesagt sind, aber auch als Kunstform in der Bildenden Kunst zunehmend Beachtung finden.

Murals bzw. mural paintings sind in der Regel großflächige Wandbemalungen, die vor allem im Einvernehmen mit dem Eigentümer der Wandfläche erstellt werden; bei Graffiti bilden zumeist Zeichen, Schrift und Symbole die Basis der Gestaltung, sie wurden in ihren Anfängen unter Pseudonym und illegal gefertigt, entstehen aber inzwischen zunehmend auf gestatteten oder gar angebotenen Flächen.

In Herten sind in den letzten beiden Jahren mehrere Murals an Hausfassaden an der Ewaldstraße angebracht worden. Claudia Heinrichs vom Kreativ-Netzwerk Herten-Süd wird uns dorthin führen und die Werke und ihr Zustandekommen erläutern.

Foto: WS

Der KUNST.SPAZIERGANG endet in der Ludothek der Waldritter e.V. an der Ewaldstr. 20, wo uns dann Thomas Buchenau, Leiter der städtischen CreativWerkstatt, und Michael Rockstein, dort Dozent für Graffiti und Street Art, im anschließenden Gespräch über die Graffiti-Aktionen berichten werden, die mit Jugendlichen in der Regie der Werkstatt durchgeführt wurden.

Beginn am 3. April ist bereits um 17.30 Uhr, und zwar am Platz vor der Erlöserkirche an der Ewaldstr. 81. Wir werden von dort etwa 1,5 km zu Fuß zurücklegen. Die Veranstaltung wird gegen 19.30 Uhr beendet sein.

 

Warmes, goldgetöntes Licht… – Besuch in der Kirche „Hl. Dimitrios“

Warmes, goldgetöntes Licht empfängt die Besucher der griechisch-orthodoxen Kirche „Heiliger Dimitrios“, nachdem sie den Weg durch den an diesem Abend frisch gefallenen Schnee gefunden haben. Etwa 60 Besucher sind am 30. Januar der Einladung der Initiative STADT.KUNST zum Besuch der Kirche beim 1. KUNST.SPAZIERGANG im Jahr 2019 gefolgt. Sie sind gefangen genommen von der Wirkung, die die vielen, meist großflächigen Ikonen ausstrahlen, die die Wände rundum und die Apsis und Decke schmücken.

Dr. Thomas Panagiotidis, Mitglied der Kirchengemeinde und seinerzeitiger Projektleiter für Planung und Bau im Bauausschuss der griechisch-orthodoxen Gemeinde, begrüßt die Besucher und referiert in ebenso kundiger wie unterhaltsamer Weise zunächst über die Entstehungsgeschichte der Kirche und die Finanzierung des Bauwerkes, die sich aus Spenden rekrutiert hat, und weist dabei auf manch findige, auch kostensparende Idee bei der bautechnischen Realisierung hin. Es folgen Erläuterungen zur religiösen Bedeutung einzelner Baumerkmale und der Ausschmückung mit Ikonen. Diese beruht auf einem über die Jahrhunderte festgelegten inhaltlichen und bildnerischen Kanon bzw. Zyklus, der so in allen orthodoxen Kirchen vergleichbar zu finden ist. Im Gegensatz zur christlichen Sakralkunst steht nicht die individuelle Interpretation religiöser Themen durch den Künstler im Vordergrund, sondern die Wiedergabe festgelegter Motive.

Zum Abschluss geht Dr. Pangiotidis auf die zahlreichen Fragen der Besucher ein und ermuntert zu einem Blick in den besonders prachtvoll ausgestalteten Altarraum.

Ein individueller Rundgang durch die Kirche mit der Möglichkeit, alles im Bild festzuhalten, rundet den höchst informativen Abend ab. Draußen erwartet die Besucher dann wieder der Schnee – und mit der verschneiten Hl.-Dimitrios-Kirche ein stimmungsvolles Abschiedsbild.

Die nachfolgende Bildergalerie mit Aufnahmen von Annette Schubert (AS), Gregor Spohr (GS) und Wolfgang Seidel (WS) vermittelt einen Eindruck von der Begegnung mit dem „Hl. Dimitrios“ an diesem Winterabend.

STADT.KUNST besucht Kirche „Heiliger Dimitrios“

Zum Auftakt des Kunst-Jahres 2019 lädt die Initiative STADT.KUNST am Mittwoch, den 30. Januar zu einem KUNST.SPAZIERGANG ein. Er führt – der Jahreszeit angemessen – wieder in ein besonders interessantes Gebäude, und zwar in die griechisch-orthodoxe Kirche „Heiliger Dimitrios“ im Hertener Süden. Sie ist einer der Hertener Bau- und Kunstschätze – sowohl vom Städtebaulich-architektonischen her als auch von ihrer kunstvollen Gestaltung im Inneren.  Die Kirche ist im November 2004 eingeweiht worden. Im Jahr 2006 wurde sie Preisträger im Rahmen eines städtischen Wettbewerbs „Baulich herausragende Neubauten … in Herten“.

Zur Entstehungsgeschichte, Kirchenarchitektur und künstlerischen Innenausstattung wird es Ausführungen aus kompetenter erster Hand geben: Dr. Thomas Panagiotidis, ehemaliger Projektleiter für Planung und Bau im Bauausschuss der Kirchengemeinde „Heiliger Dimitrios“, steht freundlicherweise als Referent und Ansprechpartner an diesem Abend zur Verfügung. Ein sicher höchst informativer KUNST.SPAZIERGANG wartet also auf alle Teilnehmer, ob sie die Kirche nun schon kennen oder sie zum ersten Mal betreten werden.

Treffpunkt ist am 30. Januar um 18.30 Uhr an der Kirche an der Herner Str. 99.

Finissage im „Zwischenraum“ am 28. Februar

Am 30. Januar ist das temporäre Kunstwerk „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs als erste Arbeit des Projektes KUNST.RASEN eröffnet worden.

Für die Künstlerin Claudia Heinrichs steht fest: „Mit Licht und einem Kunstrasen können aus dunklen Zwischenräumen, aus Angsträumen Traumräume werden“. Die Einfahrt zwischen den Häusern Ewaldstraße 71 und 73 – sonst unbeachtet und nicht selten zweckentfremdet – wurde vier Wochen lang mit einigen Quadratmetern Kunstrasen und zwei Scheinwerfern ins rechte Licht gerückt.

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Claudia Heinrichs hat – so Gregor Spohr in seiner Einführungsrede – „hier in dieser tristen Einfahrt gemeinsam mit anderen Kreativen und Anwohnern einen neuen Raum geschaffen. Sie hat aus einem Zwischenraum einen Kunstraum für alle gemacht. Die Anwohner und wir, die Zuschauer, sind Teil der Realisierung des Projektes geworden…

Am Sonntag, den 28. Februar findet nun ab 12.00 Uhr die Finissage statt, dort an der Ewaldstraße 71-73. Und wir dürfen gespannt sein, welche Geschichten das Kunstwerk erzeugt hat, welche Spuren, reale und mentale, auf dem und durch den Kunstrasen geblieben sind, zwischen den Häusern, den Anwohnern und den Menschen im Quartier.

Zum Abschluss werden sogar Blumen auf dem Rasen wachsen und „der Garten“  in einem Poetry-Werk gewürdigt. Lassen wir uns überraschen!

„Zwischenraum“

Einführungsrede von Gregor Spohr zur Eröffnung

Am 30. Januar ist das Kunstwerk „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs als erste Arbeit des Projektes KUNST.RASEN eröffnet worden. Begrüßt wurden die Gäste im Namen der Initiative STADT.KUNST, die das Projekt ausgeschrieben hatte, von Wolfgang Seidel und vom Stellvertretenden Bürgermeister Alexander Letzel, der die Stadt Herten als Projektpartner vertrat.

Fotos: Dr. Rainer Lange

Fotos: Dr. Rainer Lange

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Gregor Spohr, ehemaliger Chef der Lokalredaktion der Hertener Allgemeine und Mitglied der Initiative STADT.KUNST, hat aus diesem Anlass zur Einführung in das Kunstwerk gesprochen. Wir geben die Rede im vollen Wortlaut hier wieder:

Der Duden macht es sich einfach: Der Zwischenraum ist der freie Raum zwischen zwei Dingen. Das ist ohne Zweifel richtig.

Aber wie viel mehr kann ein Zwischenraum sein?

In Zwischenräumen warten neue Ideen darauf, gefunden zu werden. Zwischenräume müssen immer neu geschaffen werden. Zwischenräume können Sehnsuchtsräume sein, Überschneidungszonen, passende Orte für Kreativität und intelligentes Gestalten.

Wir bewegen uns zwischen wechselnden Orten. Zwischen den Stühlen. Zwischen Terminen, zwischen gegensätzlichen Postionen und widersprüchlichen Konzepten.

Da kann Zwischenraum zum geschützten Raum werden, zum Ort persönlicher Freiheit.

Aber der freie Raum zwischen zwei Dingen kann auch zum dunklen Loch werden, zum Angstraum. Wer geht hier durch? Wer lauert darin?

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Für die Künstlerin Claudia Heinrichs, deren temporäres Kunst-Projekt mit dem Titel „Zwischenraum“ wir heute eröffnen, steht fest:

Mit Licht und einem Kunstrasen können aus dunklen Zwischenräumen, aus Angsträumen Traumräume werden.

Zwischen zwei Häusern. Zwischen Straße und Hof. Zwischen privat und öffentlich. Zwischen hell und dunkel. Zwischen zwei Kulturen.

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Projekt KUNST.RASEN startet mit „Zwischenraum“

Es ist soweit. KUNST.RASEN – das von der Initiative STADT.KUNST gestartete Projekt geht in die Umsetzung – mit der ersten künstlerischen Arbeit „Zwischenraum“, gestaltet von Claudia Heinrichs. Die Eröffnung ist am 30. Januar 2016 um 17.00 Uhr an der Ewaldstraße 71-73. Wir laden herzlich ein.

Karte Vorderseite Karte Rückseite

„Zwischenraum“ nennt Claudia Heinrichs die Einfahrten und Zugänge zu Höfen und Garagen, Gärten und Haustüren, ja sogar zu Kindergärten, die wie z.B. im Hertener Süden im öffentlichen Straßenraum nicht wirklich wahrgenommen werden und sich im Dunkeln als „schwarze Löcher“ auftun. Beispielhaft soll nun in Herten-Süd einer dieser Zwischenräume ins Bewusstsein und ins Licht gebracht werden. In Abstimmung mit den Eigentümern und unter Mitwirkung von anderen Kreativen des Quartiers sind Umgestaltungen angedacht, deren besonderes Merkmal der Kunstrasen als Bodenbelag und die Ausleuchtung durch Bewegungsmelder ist.

Ausgewählt hat Claudia Heinrichs die Einfahrt zwischen den Gebäuden Ewaldstraße 71 und 73. Auswahlkriterien waren für sie neben der Bereitschaft der Eigentümer, ihre Einfahrt dafür herzugeben, auch

  • die besonders ansprechend gestalteten Fassaden der zugehörigen Gebäude und ihrer näheren Umgebung,
  • die durch die Nutzung der Gewerbeflächen in beiden Häusern (Sabines MarmeLaden und die Teestube) gegebene hohe Frequenz an unterschiedlichsten Besuchern dieses Bereiches,
  • die Größe und damit Auffälligkeit der Einfahrt für Fußgänger und Rad- bzw. Autofahrer entlang der Ewaldstraße und aus Richtung Fockenkamp kommende direkte Blickrichtung in die Einfahrt.

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Kunst trifft Architektur – KUNST.SPAZIERGANG auf der Ewaldstraße

Jugendstilarchitektur, Sanierte Hausfassaden aus der Gründerzeit, ungewöhnliche Start-up-Läden im Kreativ-Quartier Herten-Süd und authentische  Informationen aus der kulturellen Vielfalt der Geschäfte, der lebendigen Wohnquartiere und der engagierten Initiativen und Gruppen – das sind die Themen des KUNST.SPAZIERGANGs  am Mittwoch, dem 25. März 2015, ab 17.00 Uhr.Treffpunkt ist der Platz vor der Erlöserkirche. Der Rundgang wird etwa 2 Stunden dauern.

aEwaldstr. 66 Nov 2010 (2)Die Initiative STADT.KUNST greift damit eine Anregung auf, sich auch mit dem Stadtbild und der Architektur als Beitrag zur Ästhetik des öffentlichen Raumes zu befassen. Die Ewaldstraße bietet sich doppelt an: der Stadtumbau in Herten-Süd hat nicht nur die Hausfassaden wieder ins rechte Licht gerückt, sondern auch zur Entstehung einer wahrnehmbaren kreativen Szene beigetragen.

Kundige Begleiter werden die Teilnehmer informieren, voran Claudia Heinrichs, die den Stadtumbau in Herten-Süd von Seiten der Stadt von Anbeginn an mit begleitet hat, und Christian „Punky“ Bahr, einer der „Köpfe“ aus der kreativen Szene.

aEwald 69-71 saniert 2011

 

 

Ewaldstraße 66 (o.) und 69-71 (r.) Fotos (2) Stadt Herten, Heinrichs

 

 

Folgender wichtiger Hinweis noch: das vorgesehene KUNST.GESPRÄCH am 31.März auf dem Hof Wessels fällt angesichts des KUNST.SPAZIERGANGs aus. Weiterlesen