KUNST.RASEN ist dokumentiert

KUNST.RASEN, das erste Projekt der Initiative STADT.KUNST, ist in Herten im vergangenen Jahr erfolgreich realisiert worden mit den beiden temporären Kunstaktionen „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs und „Transition“ von Silvia Wienefoet und Ralf Walczyk realisiert worden. Nun liegen auch die beiden Dokumentationen dazu vor:

„Transition“ – Rathaus 5 Tage im Spotlight der Kunst

Vom 25. bis zum 29. Mai 2016 projizierten die Künstler Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk ihre Licht-Text-Installation „Transition“ an eine der Rathausfassaden in Herten. Von 20.00 Uhr bis Mitternacht warf ein Projektor aus einem Büroraum im 2. Obergeschoss in kurzem Rhythmus einen Lichtkegel mit twitterartigen Texten auf die Wandfläche, die den Übergang junger Menschen aus der Stadt von der Schule in weitere Lebensabschnitte thematisierten und Aussagen zur Geschichte, Situation und Zukunft der Stadt gegenübergestellt wurden.

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Bilder der Installation und der Eröffnung am 25. Mai auf dem Rathausvorplatz zeigt die Fotostrecke im folgenden PDF Transition

 

Ab 25. Mai: „Transition“ – eine Licht-Text-Installation

KUNST.RASEN – Teil 2!

Die Licht-Text-Installation „Transition“ von Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk wird am 25. Mai 2016 um 20 Uhr eröffnet. Aufführungsort ist der Otto-Wels-Platz mit den Rathausfassaden als Projektionsfläche.

Grafik:  Silvia Wienefoet / Ralph Walzcyk

Bild/Grafik:
Silvia Wienefoet / Ralph Walczyk

„Transition“ ist das zweite Kunstwerk, das im Rahmen des Projektes KUNST.RASEN der Initiative STADT.KUNST ausgewählt wurde.

Transition meint Übergang oder gar Bruch. „Transition“ – so beschreiben die beiden Künstler ihre Licht-Text-Installation – „fragt junge Menschen, die ihre Heimatstadt Herten in Kürze verlassen werden, nach den Begriffen Heimat und Zukunft. Das Projekt interessiert sich für die Gefühle von jungen Erwachsenen in dem Transi­tionsmoment zwischen Heu­te und Morgen, zwischen Hier und Dort, zwischen Bekanntem und Ungewissem“.

So sind zunächst kurze twitterartige Texte entstanden, die von den eigenen Gefühlen der jungen Menschen vor dem be­vorstehenden Wechsel erzählen, von dem Unbekannten und der eigenen Positionen zu dem lang Bekanntem. Die Texte lassen Sehnsüchte und Ängste erahnen vor dem was die Zukunft bringen mag.

„Transition fragt junge Men­schen nach den Gefühlen zu ihrer Stadt, die in einer Region liegt, die selbst ständig im Wandel ist, aber an dem Ort bleibt an dem sie ist. Die Stadt kann nicht umziehen, sie kann sich verändern, sie kann bleiben wie sie ist, aber weg kann sie nicht. Die Jugendlichen können ihre Heimat­stadt verlassen, sie können bleiben und sie können zurück kehren“, erläutern die beiden Künstler.

Auszüge aus diesen Texten bilden einen Teil der Installation. Ergänzt werden sie durch Statements zur Befindlichkeit der Stadt, zu ihrer jüngeren Geschichte und zum laufenden Wandel.

Kunstrasenpunkte werden auslegt sein auf den Platzflächen, von denen aus die Zuschauerinnen und Zuschauer die Projektion verfolgen können. Die Aufführung findet statt unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern der Rosa Parks Schule Herten und des Städtischen Gymnasiums Herten.

Für die Initiative STADT.KUNST wird Katrin Wegemann die Besucherinnen und Besucher begrüßenKathi Schmidt, die Vorsitzende des Klubs Schlägel & Eisen, wird in die künstlerische Arbeit einführen.

Die Installation ist zu sehen vom 25. Mai bis einschließlich 29. Mai 2016 im Zeitraum von ca. 20.00 – 24.00 Uhr.

PDF-Download: Einladungskarte_KUNST.RASEN_transition

Save the Date für „transition“, das zweite Projekt zum KUNST.RASEN

Ein spannendes Kunstereignis für Herten wollen wir Ihnen hier schon ankündigen. Am Abend des 25. Mai wird das zweite Projekt zum KUNST.RASEN eröffnet. Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk werden ihre Licht-Text-Installation „transition“ im Bereich des Rathauses projizieren. Save the date!   Alle weiteren Informationen erhalten Sie hier rechtzeitig.

Finissage im „Zwischenraum“ am 28. Februar

Am 30. Januar ist das temporäre Kunstwerk „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs als erste Arbeit des Projektes KUNST.RASEN eröffnet worden.

Für die Künstlerin Claudia Heinrichs steht fest: „Mit Licht und einem Kunstrasen können aus dunklen Zwischenräumen, aus Angsträumen Traumräume werden“. Die Einfahrt zwischen den Häusern Ewaldstraße 71 und 73 – sonst unbeachtet und nicht selten zweckentfremdet – wurde vier Wochen lang mit einigen Quadratmetern Kunstrasen und zwei Scheinwerfern ins rechte Licht gerückt.

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Claudia Heinrichs hat – so Gregor Spohr in seiner Einführungsrede – „hier in dieser tristen Einfahrt gemeinsam mit anderen Kreativen und Anwohnern einen neuen Raum geschaffen. Sie hat aus einem Zwischenraum einen Kunstraum für alle gemacht. Die Anwohner und wir, die Zuschauer, sind Teil der Realisierung des Projektes geworden…

Am Sonntag, den 28. Februar findet nun ab 12.00 Uhr die Finissage statt, dort an der Ewaldstraße 71-73. Und wir dürfen gespannt sein, welche Geschichten das Kunstwerk erzeugt hat, welche Spuren, reale und mentale, auf dem und durch den Kunstrasen geblieben sind, zwischen den Häusern, den Anwohnern und den Menschen im Quartier.

Zum Abschluss werden sogar Blumen auf dem Rasen wachsen und „der Garten“  in einem Poetry-Werk gewürdigt. Lassen wir uns überraschen!

„Zwischenraum“

Einführungsrede von Gregor Spohr zur Eröffnung

Am 30. Januar ist das Kunstwerk „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs als erste Arbeit des Projektes KUNST.RASEN eröffnet worden. Begrüßt wurden die Gäste im Namen der Initiative STADT.KUNST, die das Projekt ausgeschrieben hatte, von Wolfgang Seidel und vom Stellvertretenden Bürgermeister Alexander Letzel, der die Stadt Herten als Projektpartner vertrat.

Fotos: Dr. Rainer Lange

Fotos: Dr. Rainer Lange

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Gregor Spohr, ehemaliger Chef der Lokalredaktion der Hertener Allgemeine und Mitglied der Initiative STADT.KUNST, hat aus diesem Anlass zur Einführung in das Kunstwerk gesprochen. Wir geben die Rede im vollen Wortlaut hier wieder:

Der Duden macht es sich einfach: Der Zwischenraum ist der freie Raum zwischen zwei Dingen. Das ist ohne Zweifel richtig.

Aber wie viel mehr kann ein Zwischenraum sein?

In Zwischenräumen warten neue Ideen darauf, gefunden zu werden. Zwischenräume müssen immer neu geschaffen werden. Zwischenräume können Sehnsuchtsräume sein, Überschneidungszonen, passende Orte für Kreativität und intelligentes Gestalten.

Wir bewegen uns zwischen wechselnden Orten. Zwischen den Stühlen. Zwischen Terminen, zwischen gegensätzlichen Postionen und widersprüchlichen Konzepten.

Da kann Zwischenraum zum geschützten Raum werden, zum Ort persönlicher Freiheit.

Aber der freie Raum zwischen zwei Dingen kann auch zum dunklen Loch werden, zum Angstraum. Wer geht hier durch? Wer lauert darin?

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Für die Künstlerin Claudia Heinrichs, deren temporäres Kunst-Projekt mit dem Titel „Zwischenraum“ wir heute eröffnen, steht fest:

Mit Licht und einem Kunstrasen können aus dunklen Zwischenräumen, aus Angsträumen Traumräume werden.

Zwischen zwei Häusern. Zwischen Straße und Hof. Zwischen privat und öffentlich. Zwischen hell und dunkel. Zwischen zwei Kulturen.

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Projekt KUNST.RASEN startet mit „Zwischenraum“

Es ist soweit. KUNST.RASEN – das von der Initiative STADT.KUNST gestartete Projekt geht in die Umsetzung – mit der ersten künstlerischen Arbeit „Zwischenraum“, gestaltet von Claudia Heinrichs. Die Eröffnung ist am 30. Januar 2016 um 17.00 Uhr an der Ewaldstraße 71-73. Wir laden herzlich ein.

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„Zwischenraum“ nennt Claudia Heinrichs die Einfahrten und Zugänge zu Höfen und Garagen, Gärten und Haustüren, ja sogar zu Kindergärten, die wie z.B. im Hertener Süden im öffentlichen Straßenraum nicht wirklich wahrgenommen werden und sich im Dunkeln als „schwarze Löcher“ auftun. Beispielhaft soll nun in Herten-Süd einer dieser Zwischenräume ins Bewusstsein und ins Licht gebracht werden. In Abstimmung mit den Eigentümern und unter Mitwirkung von anderen Kreativen des Quartiers sind Umgestaltungen angedacht, deren besonderes Merkmal der Kunstrasen als Bodenbelag und die Ausleuchtung durch Bewegungsmelder ist.

Ausgewählt hat Claudia Heinrichs die Einfahrt zwischen den Gebäuden Ewaldstraße 71 und 73. Auswahlkriterien waren für sie neben der Bereitschaft der Eigentümer, ihre Einfahrt dafür herzugeben, auch

  • die besonders ansprechend gestalteten Fassaden der zugehörigen Gebäude und ihrer näheren Umgebung,
  • die durch die Nutzung der Gewerbeflächen in beiden Häusern (Sabines MarmeLaden und die Teestube) gegebene hohe Frequenz an unterschiedlichsten Besuchern dieses Bereiches,
  • die Größe und damit Auffälligkeit der Einfahrt für Fußgänger und Rad- bzw. Autofahrer entlang der Ewaldstraße und aus Richtung Fockenkamp kommende direkte Blickrichtung in die Einfahrt.

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KUNST.RASEN – Wettbewerb ist entschieden

Der Wettbewerb um den „KUNST.RASEN“ ist entschieden. Aus neun Bewerbungen um das Kunstprojekt der Initiative STADT.KUNST hat die Jury zwei Projektideen zur Realisierung empfohlen – zum einen das Projekt „transition“ von Silvia Wienefoet im Team mit Ralph Walczyk sowie zum anderen den Vorschlag „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs.

Die Jury – besetzt u.a. mit Danuta Karsten (Vorsitz), Katrin Wegemann und Mareike Donath – kam zu der Beurteilung, dass die beiden Bewerbungen in besonderer Weise den Bezug zum Thema aufnehmen, ausdrücklich den Aspekt des Strukturwandels in Herten berücksichtigen und explizit die Bevölkerung projektbezogen mit einbeziehen. Für die Umsetzung der Arbeiten erhalten die Gewinner je 1.500 €, gefördert durch die Sparkasse Vest. Auf eine mögliche dritte Empfehlung hat die Jury verzichtet. Weiterlesen