Einblick in ein Künstlerleben – Ralph Herrmann im KUNST.GESPRÄCH

Auf die Frage aus dem Publikum, er habe doch bei Gerhard Richter studiert, wie ihn das beeinflusst habe, antwortet Ralph Herrmann ruhig: „Ich habe das mitgenommen, was ich für die Entwicklung meines Stils für passend und wichtig empfunden habe“. Diese Aussage ist symptomatisch für die Rückschau, die der Recklinghäuser Künstler an diesem Abend im Hof Wessels auf seine künstlerische Laufbahn hält. Nicht Epigone seiner Lehrer wollte er sein, stellt er ergänzend fest. Und zu seinen Lehrern gehörten während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf neben Richter vor allem auch Josef Beuys. Wichtig sei ihm gewesen, seinen Stil zu festigen und weiterzuentwickeln.

Herrmanns künstlerisches Schaffen ruht tief in einer symbolischen Formensprache, die sich immer wieder aus einer intensiven Beobachtung der Natur speist. „Ich habe mich immer beeinflussen lassen von den Naturphänomenen“, stellt er fest. Schon während seiner Aufenthalte auf Sylt in seinen Jugendjahren war die Natur das Prägende. Dabei ist auch schon seine frühe Malerei nicht von Naturalistik geprägt, sondern von der Übertragung seiner Eindrücke auf eine eher abstrakte Farb- und Formenebene. Nachzuvollziehen ist seine Entwicklung für die Besucher des KUNST.GESPRÄCHs sehr schön an den im Seminarraum präsentierten Gemälden. Neben dem auch unter dem Namen „Die Welle“ geführten Bild aus dem Jahr 1973, das aus dem Kunstbesitz der Stadt Herten gezeigt wird, hat Ralph Herrmann zwei neue Arbeiten aus der Serie seiner sog. Wolkenbilder mitgebracht. Auch wenn sich die Sujets gleichen, hat sich sein Stil hin zur einer nahezu abstrakten Übersetzung seiner Naturempfindungen verändert. Gerade in den Wolkenbildern meint man dann, den Einfluss aus Richterscher Prägung zu sehen… Weiterlesen

Kritische Würdigung des Künstlers A. Paul Weber

Im KUNST.GESPRÄCH am 31. Januar 2017 unterzog Gregor Spohr das künstlerische Werk und das Leben des Zeichners und Satirikers A. Paul Weber einer facettenreichen kritischen Betrachtung. Insbesondere die im Kunstbesitz der Stadt Herten befindliche Arbeit Deutsches Verhängnis, die die Leiterin des Kulturbüros der Stadt, Sylvia Seelert zur Bildbesprechung an diesem Abend mitgebracht hatte, gibt – so Spohr – den Kunstkritikern Anlass zu einer inhaltlichen Neubewertung.

A. Paul Weber – Das Verhängnis;
Kunstbesitz der Stadt Herten

„Ein großes Missverständnis“ titelte Harald Stanberger denn auch in seiner Nachlese zum KUNST.GESPRÄCH in der Hertener Allgemeinen über die neueren kunsthistorischen Ergebnisse zu diesem Bild.

Presseauszug Hertener Allgemeine v. 3. 2. 2017

Foto: Harald Stanberger, HA

Aber die Ausführungen zur Lithographie Das Gerücht,  in denen Gregor Spohr die Verbindungen zur aktuellen politischen Situation zog, fanden besonders reges Interesse bei den Teilnehmern.

Im Download finden Sie den vollständigen Text des Vortrags von Gregor Spohr.

hier zum Download klicken

 

 

Vom Buch zur Ausstellung? – Ideen zum Hertener Kunstbesitz

Das kommende KUNST.GESPRÄCH am 30. Juni 2015 steht unter der Fragestellung „Vom Buch zur Ausstellung?“. Es geht dabei um Vorhaben und Ideen zum Hertener Kunstbesitz:

Über den Stand der Herausgabe eines Buches zum Kunstbesitz der Stadt Herten, das sich in erster Linie den nicht im öffentlichen Raum gezeigten Gemälden, Grafiken und anderen Werke widmen wird, berichten die Leiterin des Kulturbüros Sylvia Seelert und die beauftragte Autorin, die Kunsthistorikerin Sigrid Godau. Weiterlesen