KUNST.RASEN ist dokumentiert

KUNST.RASEN, das erste Projekt der Initiative STADT.KUNST, ist in Herten im vergangenen Jahr erfolgreich realisiert worden mit den beiden temporären Kunstaktionen „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs und „Transition“ von Silvia Wienefoet und Ralf Walczyk realisiert worden. Nun liegen auch die beiden Dokumentationen dazu vor:

Finissage im „Zwischenraum“ am 28. Februar

Am 30. Januar ist das temporäre Kunstwerk „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs als erste Arbeit des Projektes KUNST.RASEN eröffnet worden.

Für die Künstlerin Claudia Heinrichs steht fest: „Mit Licht und einem Kunstrasen können aus dunklen Zwischenräumen, aus Angsträumen Traumräume werden“. Die Einfahrt zwischen den Häusern Ewaldstraße 71 und 73 – sonst unbeachtet und nicht selten zweckentfremdet – wurde vier Wochen lang mit einigen Quadratmetern Kunstrasen und zwei Scheinwerfern ins rechte Licht gerückt.

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Claudia Heinrichs hat – so Gregor Spohr in seiner Einführungsrede – „hier in dieser tristen Einfahrt gemeinsam mit anderen Kreativen und Anwohnern einen neuen Raum geschaffen. Sie hat aus einem Zwischenraum einen Kunstraum für alle gemacht. Die Anwohner und wir, die Zuschauer, sind Teil der Realisierung des Projektes geworden…

Am Sonntag, den 28. Februar findet nun ab 12.00 Uhr die Finissage statt, dort an der Ewaldstraße 71-73. Und wir dürfen gespannt sein, welche Geschichten das Kunstwerk erzeugt hat, welche Spuren, reale und mentale, auf dem und durch den Kunstrasen geblieben sind, zwischen den Häusern, den Anwohnern und den Menschen im Quartier.

Zum Abschluss werden sogar Blumen auf dem Rasen wachsen und „der Garten“  in einem Poetry-Werk gewürdigt. Lassen wir uns überraschen!

„Zwischenraum“

Einführungsrede von Gregor Spohr zur Eröffnung

Am 30. Januar ist das Kunstwerk „Zwischenraum“ von Claudia Heinrichs als erste Arbeit des Projektes KUNST.RASEN eröffnet worden. Begrüßt wurden die Gäste im Namen der Initiative STADT.KUNST, die das Projekt ausgeschrieben hatte, von Wolfgang Seidel und vom Stellvertretenden Bürgermeister Alexander Letzel, der die Stadt Herten als Projektpartner vertrat.

Fotos: Dr. Rainer Lange

Fotos: Dr. Rainer Lange

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Gregor Spohr, ehemaliger Chef der Lokalredaktion der Hertener Allgemeine und Mitglied der Initiative STADT.KUNST, hat aus diesem Anlass zur Einführung in das Kunstwerk gesprochen. Wir geben die Rede im vollen Wortlaut hier wieder:

Der Duden macht es sich einfach: Der Zwischenraum ist der freie Raum zwischen zwei Dingen. Das ist ohne Zweifel richtig.

Aber wie viel mehr kann ein Zwischenraum sein?

In Zwischenräumen warten neue Ideen darauf, gefunden zu werden. Zwischenräume müssen immer neu geschaffen werden. Zwischenräume können Sehnsuchtsräume sein, Überschneidungszonen, passende Orte für Kreativität und intelligentes Gestalten.

Wir bewegen uns zwischen wechselnden Orten. Zwischen den Stühlen. Zwischen Terminen, zwischen gegensätzlichen Postionen und widersprüchlichen Konzepten.

Da kann Zwischenraum zum geschützten Raum werden, zum Ort persönlicher Freiheit.

Aber der freie Raum zwischen zwei Dingen kann auch zum dunklen Loch werden, zum Angstraum. Wer geht hier durch? Wer lauert darin?

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Für die Künstlerin Claudia Heinrichs, deren temporäres Kunst-Projekt mit dem Titel „Zwischenraum“ wir heute eröffnen, steht fest:

Mit Licht und einem Kunstrasen können aus dunklen Zwischenräumen, aus Angsträumen Traumräume werden.

Zwischen zwei Häusern. Zwischen Straße und Hof. Zwischen privat und öffentlich. Zwischen hell und dunkel. Zwischen zwei Kulturen.

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Projekt KUNST.RASEN startet mit „Zwischenraum“

Es ist soweit. KUNST.RASEN – das von der Initiative STADT.KUNST gestartete Projekt geht in die Umsetzung – mit der ersten künstlerischen Arbeit „Zwischenraum“, gestaltet von Claudia Heinrichs. Die Eröffnung ist am 30. Januar 2016 um 17.00 Uhr an der Ewaldstraße 71-73. Wir laden herzlich ein.

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„Zwischenraum“ nennt Claudia Heinrichs die Einfahrten und Zugänge zu Höfen und Garagen, Gärten und Haustüren, ja sogar zu Kindergärten, die wie z.B. im Hertener Süden im öffentlichen Straßenraum nicht wirklich wahrgenommen werden und sich im Dunkeln als „schwarze Löcher“ auftun. Beispielhaft soll nun in Herten-Süd einer dieser Zwischenräume ins Bewusstsein und ins Licht gebracht werden. In Abstimmung mit den Eigentümern und unter Mitwirkung von anderen Kreativen des Quartiers sind Umgestaltungen angedacht, deren besonderes Merkmal der Kunstrasen als Bodenbelag und die Ausleuchtung durch Bewegungsmelder ist.

Ausgewählt hat Claudia Heinrichs die Einfahrt zwischen den Gebäuden Ewaldstraße 71 und 73. Auswahlkriterien waren für sie neben der Bereitschaft der Eigentümer, ihre Einfahrt dafür herzugeben, auch

  • die besonders ansprechend gestalteten Fassaden der zugehörigen Gebäude und ihrer näheren Umgebung,
  • die durch die Nutzung der Gewerbeflächen in beiden Häusern (Sabines MarmeLaden und die Teestube) gegebene hohe Frequenz an unterschiedlichsten Besuchern dieses Bereiches,
  • die Größe und damit Auffälligkeit der Einfahrt für Fußgänger und Rad- bzw. Autofahrer entlang der Ewaldstraße und aus Richtung Fockenkamp kommende direkte Blickrichtung in die Einfahrt.

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