Heimat.Bäume…

…Beiträge zu einem vom Land NRW geförderten Projekt kaleidoskop heimat-querbeet des ReDo e.V. Kunstverein für Recklinghausen und Dortmund.

Bäume nehmen wir als einen wichtigen Teil unserer Heimat wahr. Sie sind Teil des Vertrauten, Koordinaten unseres Lebensmittelpunktes. Sie gehören zu dem, was wir als Heimat empfinden.

Künstlerinnen und Künstler aus Herten oder mit „Herten-Bezug“ haben solche Heimat.Bäume in Herten identifiziert. Sie erzählen die Geschichte dazu – in rein verbaler Form oder mittels Fotographie, Malerei und weiterer kreativer Ausdrucksformen.

Hier finden Sie alles zur Projekt-Idee der Heimat.Bäume und alle bisherigen Beiträge.

Weitere Beiträge werden noch folgen. Die Teilnahme ist offen. Wer eine Geschichte präsentieren und kreativ gestalten will, in der sich Heimat und Baum oder Bäume miteinander verbinden, kann sie gerne mit in dieses Projekt einbringen. Wie, sagen wir hier.

Wir empfehlen, immer mal wieder diese Webseite zu besuchen.

KUNST vermittelt in Corona-Zeiten

Noch müssen wir bei STADT.KUNST weiter damit leben, dass wir – Corona-bedingt – unsere öffentlichen Kunstveranstaltungen wie das KUNST.GESPRÄCH oder den KUNST.SPAZIERGANG nicht anbieten können.

Vor diesem Hintergrund sind wir dem Wunsch der STADTSPIEGEL-Redaktion gerne nachgekommen, in dieser einschränkenden Situation dennoch Kunst im öffentlichen Raum zu vermitteln und zu erklären und in Gastbeiträgen einzelne Kunstobjekte im Stadtgebiet vorzustellen.

Gregor Spohr, Wolfgang Seidel und jüngst auch Dr. Rainer Lange haben in dieser Kunstserie bisher folgende Kunstwerke ausführlich gewürdigt:

Burgenland von Nils-Udo

Miteinander von Heinrich Brockmeier

Schweineherde von Peter Lehmann

Bodenflügel von Dorothee Bielfeld

Murals im Hertener Süden

Großer Summstein von Hugo Kükelhaus

Vegetative Säule von Waldemar Wiens

Mädchen mit der Taube von Annette Wittkamp-Fröhling

BilGur von der Initiative „Kunst in der Maschinenhalle“

 

Die STADTSPIEGEL-Serie, die auch über die Webseite des lokalkompass abrufbar ist, wird fortgesetzt.

Pause – leider!

Liebe Kunstfreunde,

Corona-bedingt müssen wir leider unsere geplanten Veranstaltungen absagen.

Sobald es die Situation ermöglicht, werden wir wieder für die Stadtkunst mit unseren bekannnten Angeboten initiativ. Auf ein vituelles Angebot über Online-Plattformen wollen wir verzichten.

Auf Verständnis hoffend

Ihre Initiative STADT.KUNST

KUNST.GESPRÄCH mit Jahresrückblick am 28. November

Es war und ist ein besonders spannendes Kunstjahr – mit den Skulptur Projekten Münster, mit der documenta in Kassel. Aber auch in Herten hat die Kunst die Stadt besetzt; einen Monat lang waren in der Stadt, vor allem auf und um den Markt die Zeichen der Kunst im öffentlichen Raum unübersehbar.

Es hat uns als Ausrichter von „KUNST besetzt STADT“ sehr viel Spaß gemacht. Nach dem Motto „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ haben wir danach eine kleine Pause gebraucht.

Nun laden wir wieder ein zum KUNST.GESPRÄCH und zwar am Dienstag, den 28. November um 18.30 Uhr, wie gewohnt in den Hof Wessels. Passend zum Jahresabschluss unserer Initiative wird es den bekannten Jahresrückblick auf die verschiedenen Kunstereignisse geben, mit persönlichen Eindrücken und Berichten und natürlich mit Bildern. Rainer Lange wird dabei z.B. „KUNST besetzt STADT“ Revue passieren lassen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich auch an diesem Rückblick mit kurzen Berichten und ihren Bildern (z.B. per USB-Stick) zu beteiligen. Ein kurzer Ausblick auf das nächste Jahr, zu dem Anregungen willkommen sind, wird den Abend beenden.

KUNST besetzte STADT – ein Rückblick…

… von Dagmar Hoytzyk

Der bunte Rauch hat sich in Luft aufgelöst, die Fetzen zertrümmerter Kunststofftörtchen sind weggefegt. Der Kunst-Monat September in Herten ist Geschichte. „Eine richtig gute Geschichte“, wie Wolfgang Seidel, Rainer Lange und Gregor Spohr von der Initiative STADT.KUNST finden. Gemeinsam haben sie vier Künstlerinnen und Künstler aus Berlin für den einen Monat nach Herten geholt. „KUNST besetzt STADT“ hieß die Aktion. „Watt is datt?“, fragte ein älterer Mann an einem Freitag auf dem Wochenmarkt. Kunst, bekommt er zur Antwort. Kunst, die nicht bleiben will, sich nicht käuflich macht.

Datt is datt, – was aufmerksame Hertener mehr oder weniger zufällig erlebt haben.

Die agierenden Künstlerinnen und Künstler Klara Adam, Markus Zimmermann, Per Olaf (Ole) Schmidt (alle Berlin) und Katrin Wegemann (Berlin/Herten) sind in einem Alter. Zwischen 35 und 38 Jahre alt. Sie kannten sich flüchtig bis gar nicht, bildeten dennoch in der Hertener Innenstadt eine Wohngemeinschaft. Von dort schwärmten sie aus, jeder der eigenen Idee folgend. Die Ideen waren höchst unterschiedlich, und dennoch hatten sie alle eines gemeinsam: Kunst als materiellen Wert gab es nicht.

Markus Zimmermann spielte auf dem Marktplatz vor allem mit Gefühlen. Wo Kaufen und Verkaufen die Norm sind, zertrümmerte er seine handgemachte Kunst. Und selbst wer beim Schnick-Schnack-Schnuck Gewinner eines Kunststoff-Törtchens wurde, behielt eben doch nur – Schnick-Schnack.

Um Gefühle ging es auch in der Liebesgrotte von Klara Adam, einer zugigen Hintertreppe des ehemaligen Kaufhauses Woolworth. Liebestrank und Liebesschleim, eine Liebesgeschichte bei sparsamster Beleuchtung und Höhlen-Tropfgeräuschen. „Kunst ist Phantasie“, sagt sie. Da ließ sich nichts in die Tüte packen.

Die Kunst von Katrin Wegemann wurde ausschließlich beim Finale am letzten Freitag sichtbar. Mit einer 8. Klasse des Neuen Gymnasiums Bochum zeigte sie in der Rolle der Choreografin zu Standbildern gefrorene Gefühle. Eine Minute Starre – dann zogen die Jugendlichen weiter. Konnten sie die Zeit anhalten, oder doch nur zwischen Gewürz- und Käsestand einer eiligen Kundin im Weg stehen?

Bunte Farbtupfer auf Gehwegen irgendwo in der Stadt und farbenfroher Rauch im Park, auf Dächern, auf der Halde: Alles wird weggewaschen vom Regen oder ist vom Wind verweht. Ole Schmidt malte und zündelte Botschaften in einer Farb-Ton-Kunstsprache, die der Musiklehrer Francois Sudre in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfunden hat. Auch davon kann man sich nichts ins Wohnzimmer hängen.

Also, watt is datt, mit der Kunst, die uns auf dem Weg zum Geldautomaten, zur Apotheke oder dem nächsten Bäcker streift?

„Is datt Aggressionsabbau?“, hatte der Mann auf dem Markt noch wissen wollen. Nein. Aggressiv waren die vier Gastkünstler beileibe nicht. Störend, irritierend, Fragen aufwerfend – auch heiter. Das waren sie schon eher. Kunst ohne Kommerz, Kunst für die persönliche Erinnerung, für Bilder im Kopf – die haben sie entworfen.

Und welche Botschaft hinterließen die letzten bunten Rauchzeichen von Ole Schmidt beim Finale der September-Kunst?

„Alles wird gut enden, wenn Du warten kannst.“

Die nachfolgende Bildergalerie zu „KUNST besetzt STADT“ zeigt Aufnahmen von Roland Baege (RB), Dagmar Hojtzyk (DH), Rainer Lange (RL) und Gregor Spohr (GS).

Herten: KUNST besetzt STADT

Mehrmals haben wir es in unseren KUNST.GESPRÄCHen schon angekündigt. Jetzt freuen wir uns, Ihnen eine außergewöhnliche Kunstaktion vorstellen zu dürfen, die wir – in Kooperation mit der Stadt – im September in Herten zur Aufführung bringen werden. „KUNST besetzt STADT“ – so der Titel – wird vom 1. bis 30. September mit vier Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin (und Herten) stattfinden. Mit öffentlichen Aktionen an allen September-Freitagen (8., 15. und 22. 9. von 9 bis 13 Uhr) auf dem Hertener Wochenmarkt und Abschlusspräsentationen am 29. und 30. September werden sie die Stadt künstlerisch besetzen.

Dagmar Hojtzyk gibt eine Vorschau:

Wenn weiße Bälle durch die Stadt wandern, meterlange Kabel neue Verbindungen schaffen, der Wochenmarkt zum Kunst-Markt wird – und noch viel mehr Merkwürdiges passiert, dann heißt es in Herten „Kunst besetzt Stadt“. Die Hertener Initiative STADT.KUNST holt dieses einmalige Ereignis im September nach Herten. Unter dem Titel „Stadtbesetzung II – Der menschliche Körper“ findet es in diesem Jahr in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens statt. Gefördert wird es vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem european centre for creative economy.

Wie kann man sich diese künstlerische Stadtbesetzung praktisch vorstellen?

Vier Künstlerinnen und Künstler aus Berlin und Herten gründen vom 1. bis zum 30. September an der Ewaldstraße 20 eine Wohngemeinschaft. Zeitweise wird auch das Erdgeschoss des ehemaligen Woolworth-Gebäudes an der Ewaldstraße 16 (heute im Besitz des Vereins Waldritter) als Raum für eine offene Werkstatt genutzt.

Die Künstlerinnen und Künstler Klara Adam, Per Olaf Schmidt, Markus Zimmermann (alle Berlin) sowie Katrin Wegemann (sie stammt aus Herten/Recklinghausen und lebt in Berlin) werden von ihrem Standort im Herzen der Stadt aus verschiedene Kunstaktionen durchführen.

Bildnachweis Katrin Wegemann

Für diese Kunstaktionen haben alle bereits gute Ideen. Wie es dann aber vor Ort aussehen wird, das lassen sie bewusst offen. Sie wollen sich von der Stadt inspirieren lassen. Ebenso suchen sie den Kontakt zu den Menschen in Herten. Alle Vier wollen mit ihrer Kunst sehr grundsätzliche Fragen thematisieren – vom Wert des Konsums bis zum Sinn des Lebens. Weiterlesen

Projekt KUNST.RASEN startet mit „Zwischenraum“

Es ist soweit. KUNST.RASEN – das von der Initiative STADT.KUNST gestartete Projekt geht in die Umsetzung – mit der ersten künstlerischen Arbeit „Zwischenraum“, gestaltet von Claudia Heinrichs. Die Eröffnung ist am 30. Januar 2016 um 17.00 Uhr an der Ewaldstraße 71-73. Wir laden herzlich ein.

Karte Vorderseite Karte Rückseite

„Zwischenraum“ nennt Claudia Heinrichs die Einfahrten und Zugänge zu Höfen und Garagen, Gärten und Haustüren, ja sogar zu Kindergärten, die wie z.B. im Hertener Süden im öffentlichen Straßenraum nicht wirklich wahrgenommen werden und sich im Dunkeln als „schwarze Löcher“ auftun. Beispielhaft soll nun in Herten-Süd einer dieser Zwischenräume ins Bewusstsein und ins Licht gebracht werden. In Abstimmung mit den Eigentümern und unter Mitwirkung von anderen Kreativen des Quartiers sind Umgestaltungen angedacht, deren besonderes Merkmal der Kunstrasen als Bodenbelag und die Ausleuchtung durch Bewegungsmelder ist.

Ausgewählt hat Claudia Heinrichs die Einfahrt zwischen den Gebäuden Ewaldstraße 71 und 73. Auswahlkriterien waren für sie neben der Bereitschaft der Eigentümer, ihre Einfahrt dafür herzugeben, auch

  • die besonders ansprechend gestalteten Fassaden der zugehörigen Gebäude und ihrer näheren Umgebung,
  • die durch die Nutzung der Gewerbeflächen in beiden Häusern (Sabines MarmeLaden und die Teestube) gegebene hohe Frequenz an unterschiedlichsten Besuchern dieses Bereiches,
  • die Größe und damit Auffälligkeit der Einfahrt für Fußgänger und Rad- bzw. Autofahrer entlang der Ewaldstraße und aus Richtung Fockenkamp kommende direkte Blickrichtung in die Einfahrt.

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Positionen zur Kunst. Regional – Zweiter Teil zum Themenzyklus

Die Initiative STADT.KUNST lädt ein zu einem Vortrag und anschließender Diskussion zum Thema “Positionen zur Kunst. Regional”. Die Veranstaltung findet statt am 1. Dezember 2015, um 18.00 Uhr im Stadtteiltreff Scherlebeck, Scherlebecker Str. 260. Referent ist Jürgen Fischer-Pass vom Regionalverband Ruhr.

Kunst hat eine herausragende Bedeutung für die Gesellschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer humaneren und ästhetischeren Lebenswelt. Insbesondere für die Kunst im öffentlichen Raum wird dieses Statement quer durch alle politischen Ebenen immer wieder beschworen. Wie aber lässt sich diese Vorstellung konkret umsetzen? Wie können die notwendigen Freiräume für künstlerische Impulse geschaffen und gesichert werden? Wie stehen die Chancen für die Kunst im Verteilungskampf letzter Ressourcen?

Die Initiative STADT.KUNST, die sich im Nachgang zur Kulturhauptstadt RUHR. 2010 gegründet hat mit der Zielsetzung, die Kunst im öffentlichen Raum zu fördern, ist dieser Frage bereits auf lokaler Ebene im Mai dieses Jahres in einem Podiumsgespräch mit Bürgermeister Dr. Uli Paetzel nachgegangen. In einem zweiten Teil zu diesem Themenzyklus soll nun die Betrachtung aus  regionaler Sicht des Ruhrgebietes im Fokus stehen. Fünf Jahre nach der Kulturhauptstadt sind die Fragen u.a., was sich seitdem getan hat, welche Entwicklungsperspektiven für die Kunst (im öffentlichen Raum) im Ruhrgebiet bestehen und welche Anknüpfungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten sich daraus eröffnen.

Jürgen Fischer-Pass ist Leiter Kultur und Sport beim Regionalverband Ruhr in Essen und war Programmkoordinator der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich also auf einen besonders kompetenten Referenten und eine anregende Diskussion freuen.

Wir bitten um eine kurze Anmeldung unter  info@stadtkunst-herten.de.