Einblick in ein Künstlerleben – Ralph Herrmann im KUNST.GESPRÄCH

Auf die Frage aus dem Publikum, er habe doch bei Gerhard Richter studiert, wie ihn das beeinflusst habe, antwortet Ralph Herrmann ruhig: „Ich habe das mitgenommen, was ich für die Entwicklung meines Stils für passend und wichtig empfunden habe“. Diese Aussage ist symptomatisch für die Rückschau, die der Recklinghäuser Künstler an diesem Abend im Hof Wessels auf seine künstlerische Laufbahn hält. Nicht Epigone seiner Lehrer wollte er sein, stellt er ergänzend fest. Und zu seinen Lehrern gehörten während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf neben Richter vor allem auch Josef Beuys. Wichtig sei ihm gewesen, seinen Stil zu festigen und weiterzuentwickeln.

Herrmanns künstlerisches Schaffen ruht tief in einer symbolischen Formensprache, die sich immer wieder aus einer intensiven Beobachtung der Natur speist. „Ich habe mich immer beeinflussen lassen von den Naturphänomenen“, stellt er fest. Schon während seiner Aufenthalte auf Sylt in seinen Jugendjahren war die Natur das Prägende. Dabei ist auch schon seine frühe Malerei nicht von Naturalistik geprägt, sondern von der Übertragung seiner Eindrücke auf eine eher abstrakte Farb- und Formenebene. Nachzuvollziehen ist seine Entwicklung für die Besucher des KUNST.GESPRÄCHs sehr schön an den im Seminarraum präsentierten Gemälden. Neben dem auch unter dem Namen „Die Welle“ geführten Bild aus dem Jahr 1973, das aus dem Kunstbesitz der Stadt Herten gezeigt wird, hat Ralph Herrmann zwei neue Arbeiten aus der Serie seiner sog. Wolkenbilder mitgebracht. Auch wenn sich die Sujets gleichen, hat sich sein Stil hin zur einer nahezu abstrakten Übersetzung seiner Naturempfindungen verändert. Gerade in den Wolkenbildern meint man dann, den Einfluss aus Richterscher Prägung zu sehen… Weiterlesen

Künstler Ralph Herrmann zu Gast im KUNST.GESPRÄCH am 30. Januar

Ins neue Jahr starten wir schon traditionell mit einer Bildbesprechung zu Werken aus dem Kunstbesitz der Stadt. Das KUNST.GESPRÄCH am 30. Januar 2018 – wie immer ab 18.30 Uhr im Hof Wessels – widmet sich diesmal dem Werk des zeitgenössischen Künstlers Ralph Herrmann. Wir freuen uns, dass der Künstler selbst unser Gast und Referent sein und über seine Arbeiten und Ideen berichten wird.

Der in Gelsenkirchen-Buer geborene Ralph Herrmann lebt seit 1976 in Recklinghausen und betreibt zusammen mit seiner Partnerin Ulla Höpken das bekannte Atelierhaus Artur.

Studiert hat Herrmann Bildhauerei und Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Düsseldorf bei Prof. Joseph Beuys und – im letzten Semester – bei Gerhard Richter. Neben seinen eigenen künstlerischen Arbeiten, die in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten sind und auf Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wurden und werden, hat Herrmann auch Kunstprojekte mit namhaften Kolleginnen und Kollegen organisiert und ist als Pädagoge tätig gewesen. Zusätzliche Informationen finden Sie unter https://www.artur-atelier.de.

Ralph Herrmann o.T. Foto R.Lange ©Stadt Herten

Ralph Herrmann o.T. Foto R.Lange ©Stadt Herten

Eines der beiden o.g. Bilder, die im Katalog „Bilderwelten“ zum städtischen Kunstbesitz enthalten sind, wird im Original im KUNST.GESPRÄCH präsentiert. Zudem hat Ralph Herrmann zugesagt, auch Arbeiten aus der jüngeren Zeit mitzubringen. Das KUNST.GESPRÄCH verspricht also einen lebhaften Einblick in sein Werk und Schaffen.

In der Bildbesprechung am 31. Januar: der Zeichner und Satiriker A.Paul Weber.

Wir eröffnen unser Kunstjahr mit einem KUNST.GESPRÄCH am 31. Januar 2017. Es setzt die Reihe der Bildbesprechungen fort und widmet sich A. (Andreas) Paul Weber, einem Künstler, aus dessen Werk einige Arbeiten im Besitz der städtischen Kunstsammlung sind.

1893 geboren und 1980 gestorben ist Webers künstlerischer Weg – wie so typisch für seine Künstlergeneration – nicht frei von Anfeindungen, Verhaftungen und künstlerischer Ausbeutung, aber auch großem Zuspruch. „Weber zeichnete die Fähigkeit aus, in Bildern zu denken und das Gedachte einprägsam darzustellen“ (zit. aus Weber-Museum)

A. Paul Weber: Was heißt hier Kunst?
Kunstbesitz Stadt Herten

Gregor Spohr wird den Künstler in seinem Vortrag würdigen und dabei herausstellen, wie aktuell die Aussagen einiger seiner satirischen Blätter gerade heute erscheinen. Neben den Arbeiten aus dem Hertener Kunstbesitz wird er dabei „Das Gerücht“ mit einbeziehen, das von Arno Schmidt als „die beste Allegorie seit Leonardo da Vinci“ bezeichnet worden ist (zit. ebda.).

Das KUNST.GESPRÄCH findet wieder statt ab 18.30 Uhr auf dem Hof Wessels an der Langenbochumer Str. 341.

KUNST.GESPRÄCH öffnet „Bilderwelten“

Es muss nicht immer die ganz große Kunst in den Museen und Ausstellungen sein, die fasziniert. Es gibt auch im bescheideneren Rahmen sehr Spannendes zu entdecken und Schätze zu heben.

Dies durften die zahlreichen Kunstfreunde erleben, die das KUNST.GESPRÄCH am 28. Juni im Hof Wessels besucht hatten. Im gut gefüllten Seminarraum erhielten sie einen umfassenden Einblick in die Hertener „Bilderwelten“, so der Titel des neuen Katalogs zum Kunstbesitz der Stadt Herten. Den drei Referenten, Sylvia Seelert, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Herten, Sigrid Godau, Kunsthistorikerin und Autorin, und Dr. Rainer Lange, Fotograf des Bildteils und Mitglied der Initiative STADT.KUNST, gelang es in sachkundiger, aber auch unterhaltsamer Art, spannende und informative Einblicke in die „Bilderwelten“ zu geben und auf diese Weise den bisher für die Öffentlichkeit weitgehend verschlossenen Schatz an Kunstwerken im Besitz der Stadt sichtbar werden zu lassen.

Foto: Dr. Rainer Lange

Foto: Rainer Lange

Für Sylvia Seelert, Verantwortliche für das Katalogprojekt, ist eine Reise durch die Hertener Geschichte des Kunstbesitzes entstanden, die den Zeitraum vom Beginn der Sammlungstätigkeit 1959 unter dem damaligen Kulturbeauftragten der Stadt, Max von Felbert, bis in die Jetztzeit umfasst. Zusammen mit dem Wegweiser zur „Kunst im öffentlichen Raum“ ergibt sich nun ein recht umfassendes Bild zur Kunst in Herten. Weiterlesen

„Bilderwelten“ im KUNST.GESPRÄCH. Katalog zum städtischen Kunstbesitz wird vorgestellt

Nach den spannenden temporären Kunstaktionen – zuletzt mit der Arbeit „Transition“ – widmet sich nun das KUNST.GESPRÄCH am Dienstag, den 28. Juni 2016 um 18.30 Uhr ganz der dauerhaften Kunst.

Unter dem Titel „Bilderwelten“ ist kürzlich der Katalog zum Kunstbesitz der Stadt Herten erschienen.

Stadt Herten - Pressestelle

Stadt Herten – Pressestelle

Das Kulturbüro der Stadt und die Initiative STADT.KUNST laden nun gemeinsam zum KUNST.GESPRÄCH ein; dort wird dann der Katalog in Wort und Bild vorgestellt von Sigrid Godau, Kunsthistorikerin und Autorin, Sylvia Seelert, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Herten, und Dr. Rainer Lange, Fotograf des Bildteils und Mitglied der Initiative STADT.KUNST.

Foto: Pressestelle Stadt Herten, Calina Herzog  (v.l.) Kunsthistorikerin Sigrid Godau, Kulturbüroleiterin Sylvia Seelert und Fotograf Rainer Lange, Initiative STADT.KUNST

Foto: Pressestelle Stadt Herten, Calina Herzog
(v.l.) Kunsthistorikerin Sigrid Godau, Kulturbüroleiterin Sylvia Seelert und Fotograf Rainer Lange, Initiative STADT.KUNST

Der Booklet enthält mit den Gemälden, Grafiken und Zeichnungen vor allem den Teil des Kunstbesitzes der Stadt Herten, der der Öffentlichkeit nicht unmittelbar zugänglich ist. Weiterlesen