Tisa von der Schulenburg im KUNST.GESPRÄCH am 19. März 2020

Die Initiative STADT.KUNST lädt ein zum KUNST.GESPRÄCH am 19. März 2020 um 18.30 Uhr mit einer weiteren Besprechung eines Bildes aus dem Fundus der Stadt Herten. Diesmal widmen wir uns – in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und der VHS – der Künstlerin Tisa von der Schulenburg (1903 – 2001), auch bekannt als Ordensschwester Paula des Ursulinenklosters in der Nachbarstadt Dorsten.

Im Mittelpunkt steht das Bild „Selection“, eine 1963 gefertigte Tuschearbeit aus der Serie „Holocaust“, von der ein Auflagenblatt aus dem Jahr 1975 im Besitz der Stadt ist. „Selection“ setzt sich explizit mit den NS-Gräueltaten in Ausschwitz-Birkenau auseinander und ist „die Verbildlichung dessen, was „Menschen dem Menschen antun können“, wie ein FAZ-Kritiker seinerzeit über die Bilderserie schrieb.

Selection – Tisa v.d. Schulenburg
(Stadt Herten)

Als Referentin für die Auseinandersetzung mit dem Bild „Selection“ konnte Dr. Reinildis Hartmann gewonnen werden. Sie wird in ihrem Vortrag nicht nur die Einordnung in das künstlerische Werk von Tisa von der Schulenburg vornehmen, sondern auch deren ungewöhnliche Biografie beleuchten. Dr. Reinildis Hartmann ist ehrenamtlich u.a. im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten tätig, dem auch die Künstlerin eng verbunden war und das über mehrere Kunstwerke von ihr verfügt.

Am 27. Januar 2020 hat sich die Befreiung des Lagers Ausschwitz zum 75. Mal gejährt. Vor diesem Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit dem Werk „Selection“ von besonderer Aktualität.

Das KUNST.GESPRÄCH findet wieder auf dem Hof Wessels an der Langenbochumer Str. 341 statt. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei.