Warmes, goldgetöntes Licht… – Besuch in der Kirche „Hl. Dimitrios“

Warmes, goldgetöntes Licht empfängt die Besucher der griechisch-orthodoxen Kirche „Heiliger Dimitrios“, nachdem sie den Weg durch den an diesem Abend frisch gefallenen Schnee gefunden haben. Etwa 60 Besucher sind am 30. Januar der Einladung der Initiative STADT.KUNST zum Besuch der Kirche beim 1. KUNST.SPAZIERGANG im Jahr 2019 gefolgt. Sie sind gefangen genommen von der Wirkung, die die vielen, meist großflächigen Ikonen ausstrahlen, die die Wände rundum und die Apsis und Decke schmücken.

Dr. Thomas Panagiotidis, Mitglied der Kirchengemeinde und seinerzeitiger Projektleiter für Planung und Bau im Bauausschuss der griechisch-orthodoxen Gemeinde, begrüßt die Besucher und referiert in ebenso kundiger wie unterhaltsamer Weise zunächst über die Entstehungsgeschichte der Kirche und die Finanzierung des Bauwerkes, die sich aus Spenden rekrutiert hat, und weist dabei auf manch findige, auch kostensparende Idee bei der bautechnischen Realisierung hin. Es folgen Erläuterungen zur religiösen Bedeutung einzelner Baumerkmale und der Ausschmückung mit Ikonen. Diese beruht auf einem über die Jahrhunderte festgelegten inhaltlichen und bildnerischen Kanon bzw. Zyklus, der so in allen orthodoxen Kirchen vergleichbar zu finden ist. Im Gegensatz zur christlichen Sakralkunst steht nicht die individuelle Interpretation religiöser Themen durch den Künstler im Vordergrund, sondern die Wiedergabe festgelegter Motive.

Zum Abschluss geht Dr. Pangiotidis auf die zahlreichen Fragen der Besucher ein und ermuntert zu einem Blick in den besonders prachtvoll ausgestalteten Altarraum.

Ein individueller Rundgang durch die Kirche mit der Möglichkeit, alles im Bild festzuhalten, rundet den höchst informativen Abend ab. Draußen erwartet die Besucher dann wieder der Schnee – und mit der verschneiten Hl.-Dimitrios-Kirche ein stimmungsvolles Abschiedsbild.

Die nachfolgende Bildergalerie mit Aufnahmen von Annette Schubert (AS), Gregor Spohr (GS) und Wolfgang Seidel (WS) vermittelt einen Eindruck von der Begegnung mit dem „Hl. Dimitrios“ an diesem Winterabend.

STADT.KUNST besucht Kirche „Heiliger Dimitrios“

Zum Auftakt des Kunst-Jahres 2019 lädt die Initiative STADT.KUNST am Mittwoch, den 30. Januar zu einem KUNST.SPAZIERGANG ein. Er führt – der Jahreszeit angemessen – wieder in ein besonders interessantes Gebäude, und zwar in die griechisch-orthodoxe Kirche „Heiliger Dimitrios“ im Hertener Süden. Sie ist einer der Hertener Bau- und Kunstschätze – sowohl vom Städtebaulich-architektonischen her als auch von ihrer kunstvollen Gestaltung im Inneren.  Die Kirche ist im November 2004 eingeweiht worden. Im Jahr 2006 wurde sie Preisträger im Rahmen eines städtischen Wettbewerbs „Baulich herausragende Neubauten … in Herten“.

Zur Entstehungsgeschichte, Kirchenarchitektur und künstlerischen Innenausstattung wird es Ausführungen aus kompetenter erster Hand geben: Dr. Thomas Panagiotidis, ehemaliger Projektleiter für Planung und Bau im Bauausschuss der Kirchengemeinde „Heiliger Dimitrios“, steht freundlicherweise als Referent und Ansprechpartner an diesem Abend zur Verfügung. Ein sicher höchst informativer KUNST.SPAZIERGANG wartet also auf alle Teilnehmer, ob sie die Kirche nun schon kennen oder sie zum ersten Mal betreten werden.

Treffpunkt ist am 30. Januar um 18.30 Uhr an der Kirche an der Herner Str. 99.

KUNST.SPAZIERGANG am 30. Mai in RECKLINGHAUSEN

Zwei ungewöhnliche Werke stehen im Mittelpunkt eines KUNST.SPAZIERGANGs am Mittwoch, den 30. Mai 2018. Wir laden alle Interessierten herzlich ein nach Recklinghausen, denn unsere Veranstaltung führt uns in die Nachbarstadt Hertens, getreu nach unserem Motto, regelmäßig auch mal über die Stadtgrenzen hinaus zu schauen. Und Recklinghausen hat ja wahrlich eine Menge Kunst zu bieten.

Wir besuchen den „Hasentempel“ von Leiko Ikemura, der 2015 inmitten der Wasserfläche am Europaplatz in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und des Busbahnhofs seinen Standort gefunden hat.

„Hasentempel“ von Leiko Ikemura
Foto (c) Ferdinand Ullrich / Kunsthalle Recklinghausen

Leiko Ikemura war damit die zehnte Preisträgerin des Sparda-Kunstpreises NRW der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Hier wie auch beim zweiten Standort wird uns Herr Belmann-Weinrich (MA) für die Kunsthalle Recklinghausen, zu deren Besitz beide besuchten Arbeiten gehören, führen und fachkundige Erläuterungen geben.

Vom „Hasentempel“ geht es zum Palais Vest, in deren Passage die Arbeit „bit pulse“ von Julius Popp aus dem Jahr 2014 fasziniert, u.a. weil sie nie aufhört, sich zu bewegen.

„bit pulse“ von Julius Popp
Foto: (c) Kunsthalle Recklinghausen

Treffpunkt für den KUNST.SPAZIERGANG ist am 30. Mai um 17.45 Uhr die Kunsthalle Recklinghausen an der Große-Perdekamp-Straße 25–27 gegenüber dem Hauptbahnhof. Parkplätze finden Sie in unmittelbarer Nachbarschaft. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 25. Mai unter info@stadtkunst-herten.de.

STADT.KUNST besucht Kirchen-Kunst in Herten-Bertlich

Dienstag, der 27., war einer der kältesten Tage im Februar dieses Jahres. Aber das hat die rd. 50 Interessenten nicht davon abgehalten, noch einmal der profanierten Kirche St. Johannes in Herten-Bertlich einen Besuch abzustatten. Auf Einladung der Initiative STADT.KUNST hatte der Investor Eckhard Klein, dem das Gebäude inzwischen gehört, die Türen noch einmal geöffnet, um den Besuchern einen bewundernden und ausgiebigen Blick auf das beeindruckende Apsis-Mosaik zu ermöglichen und um seine Pläne für den Umbau des Gebäudes und den Erhalt des Mosaiks zu erläutern. Denn immerhin handelt es sich bei dem Mosaik mit dem umfänglichen Namen „Selig, die zum Hochzeitsmahle des Lammes geladen sind“ um das – vermutlich – größte Kirchenmosaik nördlich der Alpen, entstanden nach Entwürfen der Ordensschwester und Kirchenkünstlerin Erentrud Trost.

Mit Heizstrahlern und warmen Getränken hatte Eckhard Klein einen fürsorglichen Beitrag geleistet, damit die Besucher den Wintertemperaturen in der ungenutzten Kirche besser trotzen und sich auf die interessanten Informationen konzentrieren konnten. Die gab es zunächst von ihm und dem beauftragten Architekten Dr. Hermann Klapheck zum Umbau der Kirche zu einem Wohngebäude mit 18 Wohnungen und zur Sicherung des Mosaiks im neuen Treppenhaus. Auch hierzu hatte Eckhard Klein sich auf die Besucher eingestellt und informative Pläne aufgehängt. Durch die Erläuterungen wurde die Absicht deutlich, wie altes, Identität Stiftendes mit neuer Nutzung verbunden werden und so ein lobenswerter Beitrag zur Sicherung eines bedeutenden Kulturgutes geleistet werden soll.

Danach galt die Aufmerksamkeit ganz dem Apsis-Mosaik. Gregor Spohr und Wolfgang Seidel trugen zunächst zusammen, was ihnen aus verschiedenen Quellen über die Entstehungsgeschichte und kirchenkünstlerische Bedeutung bekannt war. Zahlreiche Hinweise von Besuchern, von denen einige Materialien und Quellentexte mitgebracht hatten und die sich z.T. persönlich an die Anbringung des Mosaiks erinnerten, ergänzten die Information über das ungewöhnliche Kunstwerk in spannender Weise.

Die Bilderstrecke enthält Aufnahmen von Rainer Lange (RL), Gregor Spohr (GS) und Wolfgang Seidel (WS).

Der nachfolgende Artikel fasst unter Hinweis auf die Quellen zusammen, was an diesem Abend über das Mosaik in Erfahrung zu bringen war. Alle Leser sind herzlich aufgerufen, weitere Hinweise aus ihrem Wissen einzubringen.

 

 

Das Apsis-Mosaik in der ehem. St. Johannes-Kirche

Das prächtige Mosaik „Selig, die zum Hochzeitsmahle des Lammes geladen sind“ bedeckt die gesamte Wandfläche der halbrunden mit einer Halbkuppel abgeschlossenen Apsis (Konche) in der ehem. Kirche St. Johannes in Herten-Bertlich. Mit 130 qm gilt es als das größte Kirchenmosaik nördlich der Alpen und zeigt in mehreren figürlichen Szenen das Himmlische Jerusalem.

Foto: Gregor Spohr

Nach einer Reise von Gemeindemitgliedern der Kirche nach Ravenna festigt sich der Plan, die Apsis zu gestalten. 1963 wird die Ordensschwester und Kirchenkünstlerin Erentrud Trost aus der Benediktinerabtei Varensell bei Gütersloh beauftragt, ein Mosaik zu entwerfen. Weiterlesen

Besichtigung des Kirchenmosaiks in der ehem. Kirche St. Johannes in Herten-Bertlich

Die Initiative STADT.KUNST lädt Sie herzlich ein zu einer ungewöhnlichen KUNST.BESICHTIGUNG am Dienstag den 27. Februar 2018, ab 18.30 Uhr: Treffpunkt ist die ehemalige, inzwischen entweihte St. Johanneskirche in Herten-Bertlich, die das wahrscheinlich „größte Kirchenmosaik nördlich der Alpen“ beherbergt.

Bekanntlich wird das ehemaligen Kirchengebäude einbezogen in eine private Baumaßnahme, bei der 18 neue Wohnungen entstehen sollen. Das Besondere der Planung: das Wandmosaik bleibt dabei erhalten und wird Teil des neuen Treppenhauses.

Der Hertener Investor Eckhard Klein wird für uns das Kirchengebäude öffnen und uns damit die Möglichkeit geben, das sakrale Kunstwerk noch einmal in seiner bisherigen Form zu betrachten. Und er wird uns natürlich die außergewöhnliche Baumaßnahme erläutern. Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch alle Informationen zusammentragen, die uns bekannt sind über die Entstehung, Geschichte und sakrale Aussage dieses ungewöhnlichen Mosaiks, das den Titel trägt „Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind“ und mit dessen Gestaltung die Künstlerin und Ordensschwester Erentrud Trost aus Varensell bei Gütersloh 1963 von der Kirchengemeinde beauftragt worden war. Wir freuen uns daher sehr über Kunstfreunde und Besucher, die Informationen zu diesem Thema beitragen können.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen nur über die nachfolgenden Links Bilder des Mosaiks zugänglich machen:

https://www.flickr.com/photos/57349977@N04/5696914209

https://www.google.de/search?q=St.+Johannes+Bertlich+Mosaik&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjh3sWL0qrZAhWDmbQKHSxDCXYQ7AkIRg&biw=1299&bih=690#imgrc=QsB12OugzToQgM

Die Initiative STADT.KUNST freut sich auf Ihren Besuch und auf interessante Informationen vor Ort.

Ein lohnender Besuch

Etwa 30 Interessierte waren der Einladung der Initiative STADT.KUNST zum Besuch der Künstlerzeche „Unser Fritz 2/3“ in Herne am 28. März gefolgt. Empfangen und begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden des Fördervereins, Jens Blome, der zum Auftakt über die Arbeit und die Geschichte dieser renommierten Einrichtung in der Kunstszene des Ruhrgebietes informierte. Danach führte er die Besucherinnen und Besucher durch einige der Atelierräume, in denen die entsprechenden Künstler speziell aus Anlass des Besuches anwesend waren und bereitwillig über ihre Arbeit und ihr Werk Auskunft gaben. Die beiden Künstler Werner Ryschawy und Helmut Bettenhausen begleiteten die Besucher auch bei ihrem weiteren Rundgang durch die Räume der Künstlerzeche und zum Veranstaltungsgebäude in der ehemaligen Maschinenhalle. Zum Abschluss nutzen die Gastgeber und die Besuchergruppe die Gelegenheit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch über die Entwicklung der Kunstszene im Ruhrgebiet.

Die Initiative STADT.KUNST dankt den Gastgebern der Künstlerzeche für die informative und unterhaltsame Aufnahme in ihren besonderen Räumlichkeiten, der Künstlerzeche „Unser Fritz“.

Die Bildergalerie mit Fotos von Detlef Röder (DF) und Wolfgang Seidel (WS) vermittelt einen kleinen Eindruck von dem Besuch.

Besuch in der Künstlerzeche Unser Fritz in Herne am 28. März

Die Initiative STADT.KUNST lädt ein zu einem Besuch der  Künstlerzeche „Unser Fritz 2/3“ in Herne am Dienstag, den 28. März 2017 um 18.00 Uhr. Empfangen werden die Besucherinnen und Besucher vom Vorsitzenden des Fördervereins, Jens Blome, der über die Arbeit und die Geschichte dieser renommierten Einrichtung in der Kunstszene des Ruhrgebietes informieren wird. Auch der Künstler Helmut Bettenhausen  wird in seinem Atelier zum Gespräch zur Verfügung stehen. Bettenhausen gehört zu den bekanntesten Künstlern des Ruhrgebietes; u.a. war er 1969 Mitbegründer der legendären Künstlergruppe „B 1“.  Ihm und einer seiner sog. Frottagen hatte die Initiative STADT.KUNST im Januar 2013 ein KUNST.GESPRÄCH gewidmet.

Um einen Überblick über die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erhalten, bitten wir alle Interessierten bis zum 23. März um eine kurze Anmeldung unter info@stadtkunst-herten.de.

Die Organisation der Anreise erfolgt in jeweils eigener Regie. Parkmöglichkeiten bestehen an der Künstlerzeche. Die Adresse lautet Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, Zur Künstlerzeche 10 (ehemals Alleestr. 50-60) 44653 Herne-Wanne. Die Zufahrt erfolgt von der Dorstener Str. B 226. Als Ziel für Navigationssysteme daher bitte „Grimberger Feld“ eingeben. Busverbindungen bestehen ebenfalls mit der SB 27 vom Busbahnhof Herten über Wanne-Eickel Hbf. und von dort weiter mit der Linie 312 oder 342 zur Haltestelle Künstlerzeche.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.