„Rainbow“ in Hertens Innenstadt

Wie in den drei Jahren zuvor wird die Initiative STADT.KUNST sich auch in diesem Jahr mit einem eigenen Kunstprojekt in den öffentlichen Raum begeben und so versuchen, einen Akzent im Hertener Kunstleben zu setzen.

„Rainbow“ heißt die Kunst-Performance, die am Freitag, den 20. September in der Zeit von 14.00 – ca. 16.00 Uhr auf der Hermannstraße in Hertens Innenstadt zur Aufführung gelangt. „Rainbow“ – nach einer Idee von Jürgen Fischer – verbindet Ausstellung (Skulptur) und Aufführung (Tanz) miteinander. Der Song „Somewhere over the Rainbow“ von Judy Garland ist dabei als musikalischer Hintergrund angelegt.

Die künstlerische Vorführung setzt sich mit den Spannungen auseinander zwischen einem Wunschbild von einer lebendigen, harmonischen, gesprächsbereiten und multikulturellen Stadtgesellschaft, gleichsam einem Bild von einer bunten „Regenbogen-Stadt“, und einer Wirklichkeit, die häufig von Zersplitterung, Isolation und Konfrontation geprägt ist. Letztlich – so die Quintessenz – kann nur ein tolerantes Miteinander das Stadtleben bunter, lebendiger, spannender und damit schöner werden lassen.

Als Ausführende hat STADT.KUNST Künstler des in Herten ansässigen Kreativzentrums Vest – Art.62 gewinnen können. Im Zentrum steht die Performance von vier Tänzerinnen und Tänzern, die in mannsgroßen durchsichtigen Vitrinen ihre Visionen tänzerisch erzählen. Ort und Zeitpunkt lassen den größtmöglichen Kontakt zu den Menschen in der Stadt erwarten.

Herten ist damit auch diesmal wieder Ausrichterstandort der landesweiten Veranstaltungsreihe „Stadtbesetzung“ des Kultursekretariats NRW in Gütersloh. Die Kunst-Performance findet in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Herten statt und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert.

Streetart ist angesagt

Die Initiative STADT.KUNST beschäftigt sich bekanntermaßen mit der Kunst im öffentlichen Raum. In der kommenden Veranstaltung am 3. April 2019 widmen wir uns nun kreativen Ausdrucksformen, die in besonders prägender Weise Farbe in das Straßenbild und damit den öffentlichen Raum bringen. Wir werden uns Murals und Graffiti in Herten anschauen, zwei Varianten der streetart, die insbesondere unter jungen Kreativen seit geraumer Zeit besonders angesagt sind, aber auch als Kunstform in der Bildenden Kunst zunehmend Beachtung finden.

Murals bzw. mural paintings sind in der Regel großflächige Wandbemalungen, die vor allem im Einvernehmen mit dem Eigentümer der Wandfläche erstellt werden; bei Graffiti bilden zumeist Zeichen, Schrift und Symbole die Basis der Gestaltung, sie wurden in ihren Anfängen unter Pseudonym und illegal gefertigt, entstehen aber inzwischen zunehmend auf gestatteten oder gar angebotenen Flächen.

In Herten sind in den letzten beiden Jahren mehrere Murals an Hausfassaden an der Ewaldstraße angebracht worden. Claudia Heinrichs vom Kreativ-Netzwerk Herten-Süd wird uns dorthin führen und die Werke und ihr Zustandekommen erläutern.

Foto: WS

Der KUNST.SPAZIERGANG endet in der Ludothek der Waldritter e.V. an der Ewaldstr. 20, wo uns dann Thomas Buchenau, Leiter der städtischen CreativWerkstatt, und Michael Rockstein, dort Dozent für Graffiti und Street Art, im anschließenden Gespräch über die Graffiti-Aktionen berichten werden, die mit Jugendlichen in der Regie der Werkstatt durchgeführt wurden.

Beginn am 3. April ist bereits um 17.30 Uhr, und zwar am Platz vor der Erlöserkirche an der Ewaldstr. 81. Wir werden von dort etwa 1,5 km zu Fuß zurücklegen. Die Veranstaltung wird gegen 19.30 Uhr beendet sein.

 

KUNST besetzt STADT – großes Finale am 29 und 30. September

Sie geben alles: kochen Tee aus Zeit und Liebe, lassen weiße Bälle schweben, geben Rauchzeichen und zertrümmern appetitliche Miniaturen – wenn sie sie nicht verschenken. Die Initiative STADT.KUNST hat für den Monat September vier Berliner Künstlerinnen und Künstler nach Herten geholt, um zu zeigen, wie eine friedliche Stadtbesetzung durch Kunst aussehen kann. Klara Adam, Katrin Wegemann, Markus Zimmermann und Per Olaf Schmidt werden – wenn nicht Spuren – so zumindest Zeichen und Erinnerungen hinterlassen.

Damit auch Sie spüren und erfahren, was „Urban Art“ im Jahr 2017 sein kann, laden wir Sie – zusammen mit unserem Kooperationspartner Stadt Herten – ganz herzlich zum großen zweitägigen Finale am 29. und 30. September ein, bei dem die Künstlerinnen und Künstler noch einmal irritieren, unterhalten, stören und überraschen wollen.

Seien Sie dabei am Freitag ab 10.00 Uhr bei der Aufführung “abrollen, hochfliegen, landen” von Katrin Wegemann zusammen mit einer 8. Klasse des Neuen Gymnasiums Bochum. Oder treffen Sie Markus Zimmermann auf dem Markt in der „Superfiliale“

Begegnen Sie am Samstag ab 14.00 Uhr Klara Adam bei Ihrer Aktion “So nicht!”, Markus Zimmermann in der “Superfiliale” und Per Olaf Schmidt, wenn er verdeutlicht, “Wir bleiben alle”.

Treffpunkt ist  an beiden Tagen am Ladenlokal der ehemaligen Woolworth, Ewaldstraße 16 in Herten. Von hier aus starten die Künstlerinnen und Künstler ihre jeweils etwa eineinhalbstündige Aktion.

Weitere Informationen finden Sie auch unter http://stadtbesetzung.de und unter http://stadtbesetzung.de/kategorie/staedte/herten.

 

KUNST.SPAZIERGANG mit Heinrich Brockmeier – ein Rückblick

Etwa 40 Kunstinteressierte waren am 18. Oktober 2016 der Einladung der Initiative STADT.KUNST zu einem KUNST.SPAZIERGANG mit Heinrich Brockmeier durch die Hertener Innenstadt gefolgt. Sie erlebten einen gut gelaunten Künstler, der zu drei seiner Arbeiten – „Miteinander“, „Kommunikation“ und „Lesender“ – Erläuterungen gab und in der Rückschau manchen damaligen Disput und Konflikt zur Entstehung und zum Zustandekommen der Plastiken im öffentlichen Raum humorig kommentierte.

In einer kleinen Bilder-Galerie lassen wir den Rundgang noch einmal Revue passieren und geben den Artikel der Hertener Allgemeine zu diesem Ereignis hier auch noch einmal zur Lektüre. Die Bildautoren sind Dr. Rainer Lange (RL) und Wolfgang Seidel (WS).

 

Hertener Allgemeine vom 20.10.2016

KUNST.SPAZIERGANG mit Heinrich Brockmeier

Ein KUNST.SPAZIERGANG mit Heinrich Brockmeier – das stand schon länger auf der Wunschliste unserer Initiative. Am Dienstag, dem 18. Oktober 2016, ist es soweit. Um 17.00 Uhr startet der etwa eineinhalbstündige Rundgang an der markanten Bronzeplastik „Miteinander“ in der Hermannstraße (vor dem Glashaus).

Heinrich Brockmeier Foto: Andreas Mnich

Heinrich Brockmeier
Foto: Andreas Mnich

Der Recklinghäuser Künstler Heinrich Brockmeier hat mit seinen Kunstwerken das Bild der Hertener Innenstadt ein Stück weit mitgeprägt.

 

 

 

 

Heinrich Brockmeier - "Miteinander" Foto: Stadt Herten, Mareike Donath

Heinrich Brockmeier – „Miteinander“
Foto: Stadt Herten, Mareike Donath

Wohl alle Hertener kennen „Miteinander“- 1999 aufgestellt – und auch die anderen Arbeiten des Künstlers aus den 80er Jahren wie „Kommunikation“ in der Ewaldstraße und „Lesender“ am Place d’Arras. Aber vielleicht nicht alle kennen auch den Künstler dahinter, denjenigen, der diese Plastiken geschaffen hat.

 

 

 

 

 

 

Umso aufschlussreicher wird es sein, Heinrich Brockmeier beim KUNST.SPAZIERGANG zuzuhören, wenn er zu seiner Arbeit und zu seinen Kunstwerken – rückschauend – sprechen wird.

Gregor Spohr wird unseren Rundgang moderieren.

„Transition“ – Rathaus 5 Tage im Spotlight der Kunst

Vom 25. bis zum 29. Mai 2016 projizierten die Künstler Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk ihre Licht-Text-Installation „Transition“ an eine der Rathausfassaden in Herten. Von 20.00 Uhr bis Mitternacht warf ein Projektor aus einem Büroraum im 2. Obergeschoss in kurzem Rhythmus einen Lichtkegel mit twitterartigen Texten auf die Wandfläche, die den Übergang junger Menschen aus der Stadt von der Schule in weitere Lebensabschnitte thematisierten und Aussagen zur Geschichte, Situation und Zukunft der Stadt gegenübergestellt wurden.

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Bilder der Installation und der Eröffnung am 25. Mai auf dem Rathausvorplatz zeigt die Fotostrecke im folgenden PDF Transition