KUNST.GESPRÄCH am 16. Oktober 2018 im Hertener Rathaus

Gut behütet steht das „Große Vollblutfohlen“ der Künstlerin Renée Sintenis seit 2015 im Hertener Rathauses, nachdem es aus der Parkfläche vor dem Gebäude vorübergehend entwendet und später dann noch mehrmals beschädigt worden war.

Diesem Werk aus der Sammlung öffentlicher Kunst der Stadt gilt die besondere Aufmerksamkeit des nächsten KUNST.GESPRÄCHs, zu dem wir für Dienstag, den 16. Oktober 2018 um 18.30.Uhr einladen. Treffpunkt ist im Hertener Rathaus das Foyer im 1. OG vor dem Bürgermeisterbüro. Peter Brautmeier als für die Kultur verantwortlicher Fachbereichsleiter wird uns empfangen und das besondere Werk der exzentrischen Berliner Künstlerin (1888 – 1965) erläutern. 1940 hat es Renée Sintenis gefertigt, im Außenbereich vor dem Rathaus aufgestellt worden ist es im Juni 1957.

Renée Sintenis „Großes Vollblutfohlen“
Foto: Wolfgang Seidel

Etwas ganz besonderes wird es sein, wenn dann im KUNST.GESPRÄCH das „Große Vollblutfohlen“ auf das „Auskeilende Fohlen“ treffen wird, eine Kleinplastik der gleichen Künstlerin, im Besitz des Unternehmers und Pferdezüchters Rolf Schettler, der sein Kommen für diesen Abend zugesagt hat und dieses Kunstwerk sowie eine Arbeit eines Schülers von Renée Sintenis, Hans-Joachim Ihle, und ein aktuelles Werk von Heinrich Brockmeier zum Vergleich mitbringen wird.

Das Rathaus beherbergt mit den „Musikanten“ von Joseph Krautwald (1914-2003) im Foyer vor dem Bürgerservice ein weiteres Kunstwerk, das vom Außenbereich (dort Aufstellung 1992) in das Rathausinnere verlagert worden ist. Auch diese Arbeit sowie das Glasobjekt „Kreis in Farben“ des Bochumer Künstlers Ignatius Geitel (1913 – 1985) werden Gegenstand im KUNST.GESPRÄCH sein.

Ignatius Geitel „Kreis in Farben“
Foto: Rainer Lange

Weitere Informationen finden sich in:

https://www.herten.de/kultur-und-freizeit/kunst/kunst-im-oeffentlichen-raum/skulpturen.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Renée_Sintenis

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Krautwald

https://de.wikipedia.org/wiki/Ignatius_Geitel

Einblick in ein Künstlerleben – Ralph Herrmann im KUNST.GESPRÄCH

Auf die Frage aus dem Publikum, er habe doch bei Gerhard Richter studiert, wie ihn das beeinflusst habe, antwortet Ralph Herrmann ruhig: „Ich habe das mitgenommen, was ich für die Entwicklung meines Stils für passend und wichtig empfunden habe“. Diese Aussage ist symptomatisch für die Rückschau, die der Recklinghäuser Künstler an diesem Abend im Hof Wessels auf seine künstlerische Laufbahn hält. Nicht Epigone seiner Lehrer wollte er sein, stellt er ergänzend fest. Und zu seinen Lehrern gehörten während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf neben Richter vor allem auch Josef Beuys. Wichtig sei ihm gewesen, seinen Stil zu festigen und weiterzuentwickeln.

Herrmanns künstlerisches Schaffen ruht tief in einer symbolischen Formensprache, die sich immer wieder aus einer intensiven Beobachtung der Natur speist. „Ich habe mich immer beeinflussen lassen von den Naturphänomenen“, stellt er fest. Schon während seiner Aufenthalte auf Sylt in seinen Jugendjahren war die Natur das Prägende. Dabei ist auch schon seine frühe Malerei nicht von Naturalistik geprägt, sondern von der Übertragung seiner Eindrücke auf eine eher abstrakte Farb- und Formenebene. Nachzuvollziehen ist seine Entwicklung für die Besucher des KUNST.GESPRÄCHs sehr schön an den im Seminarraum präsentierten Gemälden. Neben dem auch unter dem Namen „Die Welle“ geführten Bild aus dem Jahr 1973, das aus dem Kunstbesitz der Stadt Herten gezeigt wird, hat Ralph Herrmann zwei neue Arbeiten aus der Serie seiner sog. Wolkenbilder mitgebracht. Auch wenn sich die Sujets gleichen, hat sich sein Stil hin zur einer nahezu abstrakten Übersetzung seiner Naturempfindungen verändert. Gerade in den Wolkenbildern meint man dann, den Einfluss aus Richterscher Prägung zu sehen… Weiterlesen

Künstler Ralph Herrmann zu Gast im KUNST.GESPRÄCH am 30. Januar

Ins neue Jahr starten wir schon traditionell mit einer Bildbesprechung zu Werken aus dem Kunstbesitz der Stadt. Das KUNST.GESPRÄCH am 30. Januar 2018 – wie immer ab 18.30 Uhr im Hof Wessels – widmet sich diesmal dem Werk des zeitgenössischen Künstlers Ralph Herrmann. Wir freuen uns, dass der Künstler selbst unser Gast und Referent sein und über seine Arbeiten und Ideen berichten wird.

Der in Gelsenkirchen-Buer geborene Ralph Herrmann lebt seit 1976 in Recklinghausen und betreibt zusammen mit seiner Partnerin Ulla Höpken das bekannte Atelierhaus Artur.

Studiert hat Herrmann Bildhauerei und Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Düsseldorf bei Prof. Joseph Beuys und – im letzten Semester – bei Gerhard Richter. Neben seinen eigenen künstlerischen Arbeiten, die in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten sind und auf Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wurden und werden, hat Herrmann auch Kunstprojekte mit namhaften Kolleginnen und Kollegen organisiert und ist als Pädagoge tätig gewesen. Zusätzliche Informationen finden Sie unter https://www.artur-atelier.de.

Ralph Herrmann o.T. Foto R.Lange ©Stadt Herten

Ralph Herrmann o.T. Foto R.Lange ©Stadt Herten

Eines der beiden o.g. Bilder, die im Katalog „Bilderwelten“ zum städtischen Kunstbesitz enthalten sind, wird im Original im KUNST.GESPRÄCH präsentiert. Zudem hat Ralph Herrmann zugesagt, auch Arbeiten aus der jüngeren Zeit mitzubringen. Das KUNST.GESPRÄCH verspricht also einen lebhaften Einblick in sein Werk und Schaffen.

KUNST.GESPRÄCH mit Jahresrückblick am 28. November

Es war und ist ein besonders spannendes Kunstjahr – mit den Skulptur Projekten Münster, mit der documenta in Kassel. Aber auch in Herten hat die Kunst die Stadt besetzt; einen Monat lang waren in der Stadt, vor allem auf und um den Markt die Zeichen der Kunst im öffentlichen Raum unübersehbar.

Es hat uns als Ausrichter von „KUNST besetzt STADT“ sehr viel Spaß gemacht. Nach dem Motto „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ haben wir danach eine kleine Pause gebraucht.

Nun laden wir wieder ein zum KUNST.GESPRÄCH und zwar am Dienstag, den 28. November um 18.30 Uhr, wie gewohnt in den Hof Wessels. Passend zum Jahresabschluss unserer Initiative wird es den bekannten Jahresrückblick auf die verschiedenen Kunstereignisse geben, mit persönlichen Eindrücken und Berichten und natürlich mit Bildern. Rainer Lange wird dabei z.B. „KUNST besetzt STADT“ Revue passieren lassen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich auch an diesem Rückblick mit kurzen Berichten und ihren Bildern (z.B. per USB-Stick) zu beteiligen. Ein kurzer Ausblick auf das nächste Jahr, zu dem Anregungen willkommen sind, wird den Abend beenden.

(IM)MATERIAL – Vier Positionen zur zeitgenössischen Kunst – mit Katrin Wegemann

Das nächste KUNST.GESPRÄCH werden wir in Form einer Führung durch eine Ausstellung anbieten:

Noch bis zum 3. September läuft die Ausstellung „(IM)MATERIAL – Vier Positionen zeitgenössischer Skulptur“ mit Arbeiten von A/A (Andreas Greiner und Armin Keplinger), Aram Bartholl, Reiner Maria Matysik und Katrin Wegemann.

Der Kunstverein Bochum zeigt die Arbeiten im Haus Kemnade in Hattingen.

Katrin Wegemann, die ja auch Mitglied unserer Initiative ist, hat uns eingeladen zu einer Führung durch die Ausstellung am 29. August, von 16.00 Uhr – 18.00 Uhr.

Treffpunkt für alle Interessierten ist das Haus Kemnade, An der Kemnade 10 in 45527 Hattingen. Mit dem Pkw erreicht man Haus Kemnade über die A 43, Abfahrt Witten-Herbede, Richtung Hattingen.

Zur Vorab-Information über die Ausstellung hier der Link zur entsprechenden Webseite: http://www.kunstverein-bochum.de/ausstellungen/2017/immaterial.php .

documenta 14 im KUNST.GESPRÄCH

Nach Münster ruft nun Kassel zur Kunst.

Wie schon bei „Skulptur-Projekte Münster 2017“ will die Initiative STADT.KUNST auch beim zweiten Großereignis des Kunstsommers 2017, der  „documenta 14“ in Kassel, auf einen Besuch dort einstimmen in einem KUNST.GESPRÄCH und zwar am Dienstag, den 25. Juli 2017, ab 18.30 Uhr auf dem Hof Wessels.

Mit einem Überblick über das naturgemäß sehr intensive Medienecho zur documenta 14 wollen wir Konzeption und Zielsetzung, Höhepunkte und Kritisches zur Ausstellung vermitteln. Gregor Spohr, Rainer Lange  und Wolfgang Seidel haben die Medien durchforstet und werden mit ausgewählten Zitaten ein Schlaglicht auf die Diskussion um das Kunstereignis werfen. Gerne können Besucher auch die Ihnen vorliegenden Presseberichte mit in die Diskussion einfließen lassen.

Wir freuen uns auf einen anregenden Gedankenaustausch im Vorfeld des Besuches in Kassel. Wenn Sie sich vorab informieren wollen, empfehlen wir den Bericht über folgenden Link:  http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=67248.

Zum Besuch der documenta laden das Kulturbüro und die Initiative STADT.KUNST dann am Samstag, den 12. August 2017 ein. Es wird eine ungewöhnliche Entdeckungsreise: ein „Choristen-Spaziergang“ führt die Teilnehmer vom Friedrichsplatz zur documenta-Halle. Dieses Programm bietet die documenta zum ersten Mal an, es dauert zwei Stunden und ist keine Führung im klassischen Sinne. Vielmehr wird die Gruppe von einem geschulten „Choristen“ angeleitet, sich selbst Gedanken zu den Werken zu machen. Nach dem gemeinsamen Spaziergang besteht noch die Möglichkeit, individuell weitere Orte und Arbeiten der documenta zu entdecken.

Ablauf der Fahrt:  7:45 Uhr Abfahrt in Herten am Rathaus; 11-13 Uhr „Choristen-Spaziergang“ vom Friedrichsplatz zur documenta-Halle; 13-17 Uhr zur freien Verfügung; Rückfahrt um 17 Uhr. Diese Fahrt beinhaltet Bustransfer, Führung, Tageskarte und kostet 64 € pro Person. Anmeldung bis zum 28.7. über das Kulturbüro, Sylvia Seelert, Tel. (0 23 66) 303 543, E-Mail: s.seelert@herten.de.

Zu Gast im Klub am 27. Juni – ein KUNST.GESPRÄCH bei Schlägel & Eisen e.V.

Eine ungewöhnliche Fotoausstellung, der Blick in ehemaligen Räume des Bergwerks Schlägel & Eisen und anregende Diskussionen zu Kunst und Kultur an diesem Standort sind zu erwarten, wenn wir am 27. Juni 2017 ab 18.30 Uhr im KUNST.GESPRÄCH zu Gast sein werden beim Klub Schlägel & Eisen e.V.

„Das Bild zeigt überhaupt nichts“ – mit diesem Titel macht die Fotoausstellung neugierig. In einem Auszug aus den Erläuterungen, die der Klub hierzu auf seiner Webseite gibt, heißt es: „Ausgangspunkt dieser Ausstellung ist ein Fund aus einem Archiv der Hibernia. Eine Fotografie von unter Tage war dort mit der Notiz versehen: ‚Muster eines schlechten Bildes. Das Bild zeigt überhaupt nichts.‘ Hatte der unbekannte Verfasser etwa die Rohrleitung, das Förderband und die Stempelreihe auf dem Bild übersehen? Oder reichte die technische Aussagekraft des Fotos nicht für den Einsatz in der Bergmannschule? Der Fund verdeutlicht, dass Qualität und Darstellungsgehalt eines Bildes im Auge des Betrachters liegen“.

Die beiden Fotokünstler Christian Kuck und Pierre Soff haben nun in den Räumen des Klubs höchst sehenswerte Bilder ausgestellt, die in ganz unterschiedlicher Weise … ebenfalls „nichts“ zeigen.

Nach der ExtraSchicht, bei der die Ausstellung bereits zu sehen war, steht sie nun mit ganz individueller Betreuung und Erläuterung und ganz für uns zur Verfügung.

Und nicht nur über diese Kunst im Klub, sondern über weitere denkbare Formen der Kunst und Kultur in den Räumlichkeiten der ehemaligen Schachtanlage lädt der Verein zur Diskussion ein. Nach dem Besuch der Initiative STADT.KUNST bei der Künstlerzeche „Unser Fritz“ ein sicher hochinteressanter und anregender Vergleich.

Empfangen werden wir von Kathi Schmidt, der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage in Herten, am Glückauf-Ring 35-37.

Zur Vorinformation hier die Adresse der Webseite www.schlaegel-eisen.de .

The Hot Wire – Georg Elben über Kunst-Kooperation Münster – Marl

Am 4. Juni 2017 ist in Marl vor großem Publikum „The Hot Wire“ eröffnet worden, das Kooperationsprojekt von Skulptur Projekte Münster und dem Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl.

Am 4. Mai 2017, also mitten in der heißesten Vorbereitungsphase hat Georg Elben, der Direktor des Museums, dankenswerter Weise noch die Zeit gefunden, im KUNST.GESPRÄCH über Inhalte und Zustandekommen dieser Kooperation engagiert und spannend zu informieren.

Bei den zahlreichen Zuhörern, die bisher vor allem das „große Projekt“ in Münster im Blick gehabt haben mögen, fanden seine Ausführungen  lebhaftes Interesse und waren Werbung im allerbesten Sinne für ein ganz besonderes Kunstereignis in Hertens Nachbarstadt Marl.

Georg Elben schilderte – im Kontext der jungen Geschichte und der besonderen städtebaulichen Entwicklung der Stadtmitte Marls – die Entstehung und die künstlerische Bedeutung der Sammlung des Skulpturenmuseums, bei der mehr als 100 Arbeiten im Außenbereich, also im öffentlichen Raum nahe des Rathauses und rund um den Citysee, aber auch im übrigen Marler Stadtraum aufgestellt sind.

Dieses Konzept sei – so Elben – von den Münsteraner Kuratoren als eine Art Vorform des Münsteraner Skulpturen Projektes eingestuft worden und habe zusammen mit der so ganz andersartigen Stadtstruktur, als sie Münster aufweist, letztlich zur Auswahl von Marl als dem geeigneten Kooperationspartner geführt.

Foto: R. Lange

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