STADT.KUNST lädt ein zu einer Radtour „Heimat.Bäume“ am 3. Oktober

„Heimat.Bäume“ – diesem Thema im übergeordneten Projekt „kaleidoskop heimat querbeet“ der Künstlervereinigung ReDo e.V. hat sich STADT.KUNST zusammen mit Kreativen aus Herten und Umgebung seit geraumer Zeit gewidmet. Mit nahezu 30 Beiträgen hat es eine erfreuliche Resonanz gegeben und die kreative Auseinandersetzung ist außerordentlich vielfältig ausgefallen.

Nun wollen wir auf ungewöhnliche Weise Zwischenbilanz ziehen:

Wir laden ein zu einer Radtour „Heimat.Bäume“ am Sonntag, den 3. Oktober 2021.

Start und Ziel sind an der Maschinenhalle Scherlebeck. Treffpunkt ist dort um 14.00 Uhr. Die ca. 20 km lange familienfreundliche Tour führt durch den nördlichen Teil Hertens.

Für die Tour mit mehreren Stopps veranschlagen wir ca. zweieinhalb Stunden.

Für die Fahrt und für den Besuch der Ausstellung gelten die aktuellen Corona-Maßnahmen (derzeit 3G-Regel). Bitte also an die entsprechenden Nachweise denken. Eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an info@heimatbaeume-herten.de mit Angabe einer Telefonnummer ist erforderlich; die Teilnehmerzahl müssen wir auf 30 Personen beschränken. Der ADFC wird unsere Tour begleiten.

Die Idee zu dieser Einladung geht auf den schönen Beitrag von Stefanie Linau und Katrin Wunderlich zu einer Radtour „Heimat.Bäume“ zurück. Ihre virtuelle Tour auf unserer Webseite wollen wir nun real zusammen mit beiden Autorinnen umsetzen und dabei ungewöhnliche und überraschende Begegnungen mit „Heimat.Bäumen“ und Kunst ermöglichen, denn an den Stopps werden weitere Autorinnen und Autoren ihre Beiträge vorstellen.

Zum Abschluss der Tour gibt es Gelegenheit, die (erste) Ausstellung „kaleidoskop heimat querbeet“ der Künstlervereinigung ReDo in der Maschinenhalle Scherlebeck zu besuchen, die dort seit dem 25. September bis zum 17. Oktober läuft. Unser Thema „Heimat.Bäume“ soll im Frühjahr 2022 Teil sein einer geplanten zweiten Ausstellung zum „kaleidoskop heimat querbeet“.

Wir freuen uns auf Ihre / Eure Anmeldung zur Radtour.

„kaleidoskop heimat querbeet“ – Einladung zur Ausstellung

In dem Kultur- und Kunstprojekt kaleidoskop heimat querbeet, kuratiert von ReDo e.V. Kunstverein für Recklinghausen und Dortmund und gefördert vom Land NRW, geht es um eine inhaltliche und emotionale Auseinandersetzung mit dem Begriff „Heimat“.

Der räumliche Schwerpunkt  des Projektes ist Herten. Von Künstlerinnen und Künstlern und Kreativen aus Herten stammt auch die Mehrzahl der Beiträge.

Nun gibt es eine erste Ausstellung: vom 25. September bis zum 17. Oktober 2021 werden Fotoarbeiten und eine Videoinstallation in der Maschinenhalle Scherlebeck gezeigt. ReDo e.V. und STADT.KUNST laden hierzu herzlich ein.

Die Initiative STADT.KUNST beteiligt sich zusammen mit einer Gruppe von über 20 Künstlerinnen und Künstlern am Projekt „kaleidoskop heimat querbeet“ unter dem Thema „Heimat.Bäume“ . Unter diesem Link sind die bisherigen Ergebnisse online abzurufen. Im Frühjahr 2022 soll es u.a. hierzu dann eine zweite Ausstellung im Rahmen des Projektes „kaleidoskop heimat querbeet“ geben.

 

 

Stadt-Land-Fluss Besetzung – zeitbasierte Kunst im öffentlichen Raum

ONLINE Symposium in Zoom: Donnerstag, 01. Juli 2021, 15:30 – 18:00

Die Initiative STADT.KUNST in Herten veranstaltet in Kooperation mit dem Kultursekretariats NRW in Gütersloh das Online-Symposium „Stadt-Land-Fluss Besetzung – zeitbasierte Kunst im öffentlichen Raum“.

Aufgegliedert nach Themenbereichen werden Projekte im urbanen Kontext, im ländlichen Raum und im Bereich von Flüssen, Seen und am Meer exemplarisch vorgestellt und bilden die Basis für eine weiterführende Diskussion. Fragen nach den spezifischen Potentialen zeitbasierter Kunst, nach Formen und Möglichkeiten eines zeitkünstlerischen Umgangs mit Orten und Situationen sowie den besonderen Anforderungen und Bedingungen zeitbasierter Kunstformen stehen dabei im Mittelpunkt. Wie können künstlerische Formate, die an den Schnittstellen von Theater, Performance und installativer Kunst agieren, einen Raum, einen Rahmen, eine Bühne finden. Ausgangspunkt ist das Kunstprojekt „Stadtbesetzung“, das nun schon im sechsten Jahr durch das Kultursekretariats NRW in Gütersloh ausgerichtet wird.

Die Initiative STADT.KUNST hat bisher schon dreimal an der „Stadtbesetzung“ teilgenommen, zuletzt 2019 mit der Performace „Rainbow“ in der Hertener Innenstadt. Auch dieses Jahr wird die Initiative teilnehmen. Informationen dazu wird es in Kürze geben. Alle diese Kunstprojekte lassen sich der zeitbasierten Kunst im öffentlichen Raum zuordnen.

Die Veranstaltung ist kostenlos und kann ohne Anmeldung besucht werden.

Hier die Hinweise zur Teilnahme am Online-Symposium:

On Zoom: Meeting-ID: 649 5921 4894
https://eu01web.zoom.us/j/64959214894

15:30 – 18:00

Begrüßung

Wolfgang Seidel (Initiative STADT.KUNST Herten); Antje Nöhren (Geschäftsführerin Kultursekretariat NRW Gütersloh)

Moderation Katrin Wegemann und Dr. Ursula Grünenwald

STADT Besetzung

  • Stadtbesetzung I – VI: Dr. Josef Spiegel
  • KUNSTrePUBLIK: Matthias Einhoff
  • Die Spielstraße München 1972: Georg Ruhnau
  • Francis Alÿs‘ Handlungsräume: Dr. Ursula Grünenwald

LAND Besetzung

  • Art Ashram: Klara Adam, Markus Zimmermann
  • Neuland: Sigrun Brunsiek (Wasserschloss Reelkirchen e.V.)
  • Berlin-Britzenale: Christof Zwiener

FLUSS-, See-, Meer Besetzung

  • The Isle Oslo: Pfelder
  • Emscherkunst/Lippekunst: Agnes Sawer (Emschergenossenschaft)

Mit dem Projekt will die Initiative STADT.KUNST in Herten ihre Bemühungen fortsetzen, künstlerische Aktivitäten im öffentlichen Raum anzustoßen oder zu ermöglichen. In dem Jahr ihres 10-jährigen Bestehens wird das traditionelle KUNST.GESPRÄCH in den digitalen Raum verlegt und die Plattform für den Austausch mit Projekten weltweit gegeben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh statt, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Unterstützt wird sie von der Stadt Herten und der Sparkasse Vest Recklinghausen.

Projektleitung: Katrin Wegemann | wissenschaftliche Begleitung: Reinhard Buskies

Website: www.stadtbesetzung.de

Heimat.Bäume…

…Beiträge zu einem vom Land NRW geförderten Projekt kaleidoskop heimat-querbeet des ReDo e.V. Kunstverein für Recklinghausen und Dortmund.

Bäume nehmen wir als einen wichtigen Teil unserer Heimat wahr. Sie sind Teil des Vertrauten, Koordinaten unseres Lebensmittelpunktes. Sie gehören zu dem, was wir als Heimat empfinden.

Künstlerinnen und Künstler aus Herten oder mit „Herten-Bezug“ haben solche Heimat.Bäume in Herten identifiziert. Sie erzählen die Geschichte dazu – in rein verbaler Form oder mittels Fotographie, Malerei und weiterer kreativer Ausdrucksformen.

Hier finden Sie alles zur Projekt-Idee der Heimat.Bäume und alle bisherigen Beiträge.

Weitere Beiträge werden noch folgen. Die Teilnahme ist offen. Wer eine Geschichte präsentieren und kreativ gestalten will, in der sich Heimat und Baum oder Bäume miteinander verbinden, kann sie gerne mit in dieses Projekt einbringen. Wie, sagen wir hier.

Wir empfehlen, immer mal wieder diese Webseite zu besuchen.

KUNST vermittelt in Corona-Zeiten

Noch müssen wir bei STADT.KUNST weiter damit leben, dass wir – Corona-bedingt – unsere öffentlichen Kunstveranstaltungen wie das KUNST.GESPRÄCH oder den KUNST.SPAZIERGANG nicht anbieten können.

Vor diesem Hintergrund sind wir dem Wunsch der STADTSPIEGEL-Redaktion gerne nachgekommen, in dieser einschränkenden Situation dennoch Kunst im öffentlichen Raum zu vermitteln und zu erklären und in Gastbeiträgen einzelne Kunstobjekte im Stadtgebiet vorzustellen.

Gregor Spohr, Wolfgang Seidel und jüngst auch Dr. Rainer Lange haben in dieser Kunstserie bisher folgende Kunstwerke ausführlich gewürdigt:

Burgenland von Nils-Udo

Miteinander von Heinrich Brockmeier

Schweineherde von Peter Lehmann

Bodenflügel von Dorothee Bielfeld

Murals im Hertener Süden

Großer Summstein von Hugo Kükelhaus

Vegetative Säule von Waldemar Wiens

Mädchen mit der Taube von Annette Wittkamp-Fröhling

BilGur von der Initiative „Kunst in der Maschinenhalle“

 

Die STADTSPIEGEL-Serie, die auch über die Webseite des lokalkompass abrufbar ist, wird fortgesetzt.

„raumpiraten“ statten dem Schlosspark einen Besuch ab

Wer am Sonntagvormittag (25.04.21) einen Spaziergang durch den ergrünenden Schlosspark gemacht hat, dem sind möglicherweise zwei rote kantige Gebilde auf dem Weg zwischen Schloss und Orangerie aufgefallen. Wie überdimensionierte kauernde Körper lagen sie für kurze Zeit dort – die raumpiraten der Bochumer Künstlerin Dorothee Bielfeld.

Die Künstlerin bezeichnet dieses im Rahmen eines Landesstipendiums entstandene mobile, zweiteiliges Kunstprojekt als Kommunikations-Skulptur, die Anlass und Raum für Aufenthalt und Austausch bietet. Auf ihr kann man sitzen, balancieren und klettern. Die beiden raumpiraten können sich in verschiedensten Anordnungen zueinander und zum Raum positionieren. Sie können so ganz unter­schiedliche Räume einnehmen und bespielen.

Die raumpiraten haben am Sonntag nur kurz den Schlosspark geentert, quasi zu einer Art Raumanalyse. Denn Dorothee Bielfeld geht es mit ihrer Arbeit darum, die Beziehung der raumpiraten zu unterschiedlichen städtischen Räumen zu untersuchen. Und nach der Ruhr-Universität in Bochum haben die raumpiraten am vergangenen Sonntag in Abstimmung mit der Stadt Herten den Schlosspark bereist. Damit hat die Künstlerin auch ihre Beziehung zu Herten aufgefrischt, denn mit ihrer zweiteiligen Skulptur bodenflügel auf dem Otto-Wels-Platz hat sie im Jahr 2005 ihren Beitrag zur Kunst im öffentlichen Raum in Herten geleistet.

Wenn es die Corona geprägten Bedingungen wieder erlauben, will die Künstlerin die raumpiraten für mehrere Tage der Öffentlichkeit anvertrauen – vielleicht ja dann bei einem zweiten Besuch wieder in Herten.

„raumpiraten“ vor dem Schloss Herten
Fotos: Wolfgang Seidel

KUNST.GESPRÄCH – Rückblick auf „Rainbow“ und andere Ereignisse

Die spektakuläre Aufführung von „Rainbow“ auf der Hermannstraße in der Hertener Innenstadt liegt nun schon wieder über einen Monat zurück. Wir wollen auf dieses ungewöhnliche Kunstereignis im öffentlichen Raum in unserem nächsten KUNST.GESPRÄCH am 20. November, ab 18.30 Uhr, in Bildern und Worten zurückschauen. Dazu wollen wir auch einige der Beteiligten einladen und Ihnen und uns die Gelegenheit zum Austausch über die Aufführung, die Reaktionen des Publikums und weitere Beobachtungen geben.

Auf dieser Webseite finden Sie schon ein paar Bilder von „Rainbow“ zur Einstimmung auf das KUNST.GESPRÄCH.

Darüber hinaus schauen wir traditionell im letzten KUNST.GESPRÄCH des Jahres auch auf andere Ereignisse des Kunstjahres in Herten und im Umfeld zurück und machen einen kleinen Ausblick auf das kommende Jahr. Ihre Anregungen sind uns dabei willkommen.

Merken Sie sich also vor: KUNST.GESPRÄCH am 20. November ab 18.30 Uhr, diesmal wieder auf Hof Wessels an der Langenbochumer Str. 341. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Rainbow – die Aufführung

Freitagnachmittag, 20. September 2019: Vier große gläserne Vitrinen stehen mitten in Hertens Innenstadt auf der Hermannstraße. Sie stehen im Abstand von 20 bis 30 Metern. In ihnen tanzen vier Tänzerinnen und Tänzer, jede bzw. jeder für sich, zwar nach der gleichen Musik, aber räumlich getrennt, also isoliert voneinander. Und jede Tänzerin, jeder Tänzer interpretiert die über Lautsprecher an den Vitrinen zugespielte Musik auf individuelle Weise und in einer anderen Kostümierung, die auf unterschiedliche Kulturräume anspielt.

Die zahlreichen Menschen, die die Hermannstraße an diesem Freitagnachmittag begehen oder sich dort aufhalten, werden – soweit sie nicht sowieso gezielt gekommen sind – zwangsläufig Zeuge dieser Performance. Einige gehen irritiert vorbei, drehen eventuell noch einmal neugierig den Kopf nach hinten, wieder andere laufen oder fahren mit dem Rad zügig vorbei, sie wollen offensichtlich nicht involviert werden. Die meisten Passanten aber bleiben überrascht stehen und verfolgen fasziniert und interessiert und mit großer Anerkennung das Geschehen. Vor allem Kinder hängen mit großen Augen an den Bewegungen und Kostümen.

Etwa 10 Minuten dauert eine Aufführung der Tänzerinnen und Tänzer, dann verharren sie nahezu regungslos und in sich gekehrt in den Vitrinen, während der Song „Somewhere over the Rainbow“ von Judy Garland gedämpft aus den Lautsprechern erklingt.

Mehrfach wiederholt sich in den zwei Stunden der Aufführung dieser Ablauf und fesselt immer wieder neues Publikum auf der Hermannstraße.

„Rainbow“ ist eine künstlerische Performance nach einer Idee von Jürgen Fischer und umgesetzt vom Kreativzentrum-Vest Art.62 und seinen Tanzsolisten.

Mit dem Song „Somewhere over the Rainbow“ als Hintergrund geht es um die künstlerische Auseinandersetzung mit einer bunten Stadtgesellschaft – einer „Regenbogen-Stadt“, die sowohl Konflikte als auch den Wunsch nach Harmonie produziert. Die Performances der vier Tänzerinnen und Tänzer in den mannsgroßen Vitrinen spiegeln Zersplitterung und Isolation ebenso wider wie die Suche nach Identität und den Wunsch nach einem toleranten und lebendigen Miteinander.

Die Initiative STADT.KUNST dankt allen Mitwirkenden, Unterstützern und Förderern für das Zustandekommen dieses ungewöhnlichen Beitrags zu einer künstlerischen Darbietung und Auseinandersetzung im öffentlichen Raum der Stadt Herten.

Die folgende Fotostrecke liefert ein paar Impressionen. Die Fotos stammen von Rainer Lange (quadr. Bildformat) und Wolfgang Seidel (Längsformat).