„Scherlebecker Winkel“ beim KUNST.SPAZIERGANG beleuchtet

Scherlebecker Winkel alle Fotos:  Detlef Röder


Fotos: Detlef Röder

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages, die auf den „Scherlebecker Winkel“ treffen, lassen die Skulptur an ihrer Spitze leuchten, in ihren Flächen spiegelt sich die Umgebung in verzerrten und verfremdeten Ausschnitten. Die etwa 40 Besucher, die der Einladung der Initiative STADT.KUNST an diesem frühen Abend gefolgt, sind von diesem – sich je nach Standort des Betrachters verändernden – Lichtspiel fasziniert. Und es wird allen deutlich, warum der Künstler Wolfgang Lamché diese Edelstahlarbeiten als Lichtschwingen bezeichnet.IMG_1990a

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Aufmerksam folgen die Besucher den Erläuterungen, die der Künstler draußen an der Skulptur zum Entstehungs- und Gestaltungsprozess seiner Arbeit gibt, die 1997 als Schenkung der Unternehmung Schettler aufgestellt worden ist.

Etwas später dann, als das Gespräch mit dem Künstler in den Räumen des benachbarten Glaubensquartiers der evangelischen Kirche Scherlebeck bei Getränken und einem Imbiss seine Fortsetzung findet, ergänzt Wolfgang Lamché seine Ausführungen mit Informationen zu seinen weiteren Arbeiten in Edelstahl, aber auch zu seinen Viechern, wie er die in Bronze gearbeiteten Tierplastiken nennt, erläutert Entstehungsprozesse, erzählt von der besonderen Anerkennung seiner Pferdeplastiken und beschreibt launig das Zustandekommen von Aufträgen und den Umgang mit seinen Kunden.

Der Künstler, der seinen Wohnsitz und sein Atelier in Ennigerloh hat, ist mit seinen Arbeiten weltweit in Ausstellungen, Wettbewerben und Aufträgen vertreten, so u.a. in Paris, Seoul, New York und Montreal und arbeitet für zahlreiche namhafte Auftraggeber. Wolfgang Lamché gelingt es, den zahlreichen Besuchern seine Kunst erfahrbar und nachvollziehbar zu machen, kleine Einblicke in das Leben eines Künstlers unmittelbar zu vermitteln – und vor allem, das „making of..“ des „Scherlebecker Winkels“ allen zu erläutern.

Der „Scherlebecker Winkel“ steht für Kunstwerke im öffentlichen Raum, die der Schenkung oder Stiftung privater Auftraggeber zu verdanken sind. Rolf Schettler, dessen Unternehmung seinerzeit den Scherlebecker Winkel gestiftet hat, erläutert den Besuchern, wie er den Künstler kennengelernt hat, die Beauftragung zustande gekommen ist und beschreibt seine damalige Intention, für die neue Bebauung in Scherlebeck einen künstlerischen Akzent setzen zu wollen. Nun vermittelt der „Scherlebecker Winkel“ zwischen dem Einkaufszentrum und dem kirchlichen Gemeindezentrum.

Die zahlreich vertretenden Anwohner wie alle übrigen Besucher werden nach dem KUNST.SPAZIERGANG mit kundigerem Blick auf den „Scherlebecker Winkel“ schauen.