The Hot Wire – Georg Elben über Kunst-Kooperation Münster – Marl

Am 4. Juni 2017 ist in Marl vor großem Publikum „The Hot Wire“ eröffnet worden, das Kooperationsprojekt von Skulptur Projekte Münster und dem Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl.

Am 4. Mai 2017, also mitten in der heißesten Vorbereitungsphase hat Georg Elben, der Direktor des Museums, dankenswerter Weise noch die Zeit gefunden, im KUNST.GESPRÄCH über Inhalte und Zustandekommen dieser Kooperation engagiert und spannend zu informieren.

Bei den zahlreichen Zuhörern, die bisher vor allem das „große Projekt“ in Münster im Blick gehabt haben mögen, fanden seine Ausführungen  lebhaftes Interesse und waren Werbung im allerbesten Sinne für ein ganz besonderes Kunstereignis in Hertens Nachbarstadt Marl.

Georg Elben schilderte – im Kontext der jungen Geschichte und der besonderen städtebaulichen Entwicklung der Stadtmitte Marls – die Entstehung und die künstlerische Bedeutung der Sammlung des Skulpturenmuseums, bei der mehr als 100 Arbeiten im Außenbereich, also im öffentlichen Raum nahe des Rathauses und rund um den Citysee, aber auch im übrigen Marler Stadtraum aufgestellt sind.

Dieses Konzept sei – so Elben – von den Münsteraner Kuratoren als eine Art Vorform des Münsteraner Skulpturen Projektes eingestuft worden und habe zusammen mit der so ganz andersartigen Stadtstruktur, als sie Münster aufweist, letztlich zur Auswahl von Marl als dem geeigneten Kooperationspartner geführt.

Foto: R. Lange

Die Kooperation erstreckt sich auf Skulpturentausch zwischen Münster und Marl, auf Realsierungen verschiedener Projekte an beiden Standorten, auf Ausstellung von Modellen aus dem Skulptur Projekte Archiv im Museum Glaskasten und auf eine Videokunst-Ausstellung zum Thema Skulptur, Stadt, Architektur.

Wer einen besonders intensiven Moment dieses Kooperationsprojektes erleben möchte, dem sei ein Besuch an einem Sonntag ab 11.00 Uhr am Parkplatz hinter dem Skulpturenmuseum empfohlen.

Dann lässt sich in der Nachbarschaft zu Thomas Schüttes „Melonensäule“ und Richard Artschwagers „Fahrradständermonument“ vielleicht die Begegnung zweier Pferde, eines Schimmel und eines Rappen, beobachten, die in einer Neuauflage einer in Münster gezeigten Performance von Reiner Ruthenbeck in einem großem Bogen gegenläufig langsam um das Rathaus reiten.

oben: Richard Artschwager „Fahrradständermonument“;
unten: Thomas Schütte „Melonensäule“
Fotos: W. Seidel

Broschüre und Katalog gibt es im Skulpturenmuseum Glaskasten, Vorabinformationen über die Webseite http://www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de.