ZIELE

Kunst im öffentlichen Raum ist oft schwer zu vermitteln und wird daher auch strittig diskutiert. In Herten hat sich ein Kreis aus etwa einem Dutzend Kunstinteressierter gebildet, um diesem Thema mehr Gewicht zu verleihen und diese besondere Kunst stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Der Kunstkreis mit dem Namen STADT.KUNST lässt sich von der Sichtweise leiten, dass die Kunst im öffentlichen Raum in Herten als Stadt im intensiven Strukturwandel eine besondere Bedeutung hat, da sie einen Beitrag zu einer humaneren und ästhetischeren Lebenswelt leistet. Das Ziel ist es, dem vorhandenen Kunstbestand im Stadtraum zu einer besseren und kontinuierlicheren Wahrnehmung zu verhelfen und dessen Stellenwert stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen dadurch angesprochen werden.

Initiiert wurde STADT.KUNST von Wolfgang Seidel, Gregor Spohr, Otto Lerchenmüller, Katrin Wegemann und Andreas Mnich. Die beiden letztgenannten haben im Kulturhauptstadtjahr 2010 eine bestens besuchte Podiumsdiskussion im Rahmen der 10. Hertener Gespräche und der Ausstellung „Positionsänderung“ zum Thema Kunst im öffentlichen Raum gestaltet. Zusammen mit der Installation der Kunstachse Burgenland waren dies zwei wichtige Ereignisse zum Thema, das nun die Initiative fortführen will.

Zurzeit gibt es zwei Veranstaltungsreihen: Etwa sechs Mal im Jahr findet ein KUNST.GESPRÄCH statt. In der Regel ab 18.30 Uhr wird im Hof Wessels, Langenbochumer Straße 341, über Aktuelles oder ein vorher festgelegtes Thema diskutiert. Mehrmals im Jahr sind unter dem Titel KUNST.SPAZIERGANG öffentliche Begehungen der Kunstwerke im Stadtgebiet in Form von ein- bis zweistündigen Spaziergängen geplant. Bei allen Veranstaltungen können die Teilnehmer Informationen aus erster Hand erfahren und mit Künstlern und Kunstkennern diskutieren. Die aktuellen Termine finden sie hier.

STADT.KUNST gibt darüber hinaus eigene Impulse für künstlerische Aktivitäten im öffentlichen Raum. Bisher veranstaltet wurden die Kunstaktionen in Herten „KUNST.RASEN“ (2016), „KUNST besetzt STADT“ (2017), „Alles bewege sich, nichts habe Bestand“ (2018) und „Rainbow“ (2019), die letzten drei Veranstaltungen im Rahmen der landesweiten Kunstaktion „Stadtbesetzung“ des Kultursekretariats NRW in Gütersloh.